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Kategorie Wissen Wissenswertes zum Thema Rotwein & Weisswein
Wein (lat. vinum) in Mythologie und Religion

Weintrauben
Bereits im alten ägypten erfuhr der Weinanbau eine erhebliche Beachtung und Ausbreitung. In der antiken Mythologie waren es Osiris (ägypten), Dionysos (Griechenland), Bacchus (römische Mythologie) oder Gilgamesch (Babylonien), die den Wein bzw. Weingenuss repräsentierten. In der Bibel gilt Noach als der erste Weingenießer. Der aufkommende Islam bereitete dem florierenden Weinbau in Palästina ein vorläufiges Ende, bis er in Israel wieder neu erblühte. Der Wein erfährt in der Bibel einen reichen symbolischen Gebrauch. In den Psalmen dient der Wein zur Lebensfreude, bei Salomo ist er auch Arznei für Leidende und vorsichtgebietendes Rauschmittel. Das Volk Israel wird mit einem Weinberg verglichen, Jesus beschreibt die Verbindung mit seinen Nachfolgern als die zwischen Weinstock und Reben. Das Wirken des Heiligen Geistes wird mit gärendem neuen Wein verglichen. Wein kann verführen und auch — als Taumelbecher — den göttlichen Zorn verdeutlichen. Im Sakrament des Abendmahls (Eucharistie) bildet der Wein das Element für das Blut Christi.

Qualitätsstufen

Die Qualität eines Weines kann anhand subjektiver, regionsspezifischer und lebensmittelchemischer Kriterien beurteilt werden. Subjektiv wird die Qualität eines Weins wird durch die Farbe, den Geruch und den Geschmack bestimmt (lat: color, odor, sapor). Die wesentlichen Qualitätskriterien sind der Geschmack und Bouquet sowie die Bekömmlichkeit des Weines. Den Geschmack kann man grob nach der Süße eines Weines einteilen (trocken oder herb bis mild bzw. lieblich), unabhängig davon lassen sich beim Wein sortentypischer Charakter sowie lage- und jahrgangstypische Ausprägung unterscheiden. Letztlich bleiben diese Kriterien jedoch subjektiv.

Die Qualität eines Weines lässt sich indirekt auch über sein Weinanbaugebiet ableiten. Tafel- und Landweine stellen einfache Weine eines größeren Weinanbaugebiets dar. An sie werden nur geringe Anforderungen bezüglich ihres Alkohol- und Mostgewichtgehalts gestellt. Qualitätsweine bestimmter Anbaugebiete (QbA) und Qualitätsweine mit Prädikat dürfen nur aus einem einzigen der zugelassenen Weinanbaugebiete stammen, dürfen nur aus den dort zugelassenen Traubensorten bestehen und muss in Aussehen, Geruch und Geschmack den gestellten Anforderungen entsprechen. ähnliche, wenn auch nicht immer vergleichbare regionale Einteilungen sind auch in anderen Ländern, wie z.B. Frankreich, Italien, Spanien und Portugal zu finden (s. Tab. 1). über diese Einteilung hinausgehend vergeben einige Organisationen (Appellationen) zusätzliche Prädikate für bestimmte Weingüter und Weinlagen (z.B. Premier Cru und Grand Cru).

Deutschland Italien Frankreich Spanien Portugal
Tafelwein Vino da tavola Vin de table Vino de mesa oder
Vino corriente
Vinho do mesa
Landwein IGT(Indicazione Geografica Tipica) Vin de pays Vino de la tierra Vinho Regional
QbA
(Qualitätswein bestimmter Anbaugebiete)
DOC
(Denominazione di origine controllata)
VDQS
(Vin délimité de qualité supérieure)
Denominación
de Origen
VQPRD
(Vinhos de Qualidade Produzidos em Região Determinada)
Qualitätswein
mit Prädikat
DOCG
(Denominazione di Origine Controllata e Garantita)
AOC oder AC
(Appellation d'Origine Contrôlée)
DOC
(Denominación de Origen Calificada)
DOC
(Denominacion de Origem Controlada)

Die deutschen Qualitätsweine mit Prädikat können darüber hinaus noch anhand ihres Mostgewichts, dem Oechsle-Grad, charakterisiert werden. Kabinettsweine sind nach dem deutschen Weingesetz die einfachsten Qualitätsweine mit Prädikat. Sie weisen je nach Bundesland ein Mindestmostgewicht von 76-82 auf. Spätlesen sind Weine, die nach der Hauptlese geerntet werden. Sie bestehen aus reiferen Trauben. Ihr Mindestmostgewicht beträgt 76-90. Durch die Lese überreifer Trauben werden Auslesen mit einem Mindestmostgewicht von 83-100 gewonnen. Beerenauslese-Weine werden durch die Lese und das Pressen überreifer, meist edelfauler Beeren erzeugt. Diese Weine weisen ein Mindestmostgewicht von 110-128 auf. Konzentrierter, edelsüßer Wein, der aus rosinenartig eingetrockneten Beeren gewonnen wird nennt man Trockenbeerenauslese. Diese Weine höchster Qualitätsstufe weisen ein Mindestmostgewicht von 150-154 auf. Eine Besonderheit deutscher und österreichischer Winzer sind Eisweine. Sie werden bei starken Frost geerntet und gekeltert und besitzen ein Mindestmostgewicht von 110-128. Quelle: Wikipedia
Kategorie Wissen Die wichtigsten Rebsorten im Überblick
Die wichtigsten Rotweine:
Aglianico, Barbera, Blauer Portugieser, Blaufränkisch, Brunello di Montalcino, Cabernet Sauvignon, Cabernet Franc, Cot, Dolcetto, Franconia, Gamay, Garnacha, Grenache, Lemberger, Limburger, Limberger, Malbec, Merlot, Montepulciano, Mourvedre, Müllerrebe, Nebbiolo, Pinot meunier, Pinot nero, Pinot noir, Prugnolo, Refosco, Samtrot, Sangiovese, Schwarzriesling, Shiraz, Syrah, Spätburgunder, Tempranillo, Zinfandel

Die wichtigsten Weißweine:
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alle bekannten Rebsorten anzeigen | Rezepte zum Thema: Rotwein, Weisswein
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Reife Weintrauben enthalten etwa 8% Traubenzucker (Glucose) und ebensoviel Fruchtzucker (Fructose) daneben Weinsäure und äpfelsäure. In den Traubenhüllen sitzen die Farbstoffe, je nach Sorte gelblich, rot oder dunkelblau. Bei der Rotweinherstellung ist man bestrebt, möglichst viel roten Farbstoff und die richtige Menge an Gerbstoffen aus den Beerenschalen in den Wein zu bringen (der Saft von dunklen Trauben enthält kaum Farbstoffe, s. Roseweine). Da die Farbintensität sehr stark von der Sonneneinstrahlung bei der Traubenreife abhängt, sind deutsche Rotweine von Natur aus eher hell im Farbton. Rotweine enthalten erheblich mehr Inhaltsstoffe als Weißweine, da auch Bestandteile aus der Beerenhaut dazukommen. Für ein harmonische Bouquet ist die Reifezeit von Rotwein länger als die des Weissweins.

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Der Feinschmecker Der Feinschmecker
Die Zeitschrift für den kulinarischen Genuß. Hier erfahren Sie alles über Trends in der Gastronomie und neue Produkte. Der Feinschmecker entdeckt Städte und informiert über Reisen in Schlemmerlandschaften. Sie erleben die anspruchsvolle Küche,ebenso wie einfache Genüsse. Rezepte von Drei-Sterne-Köchen stehen neben einem Rezept für gute Bratkartoffeln. Das Motto des Feinschmeckers: "Qualität statt oberflächlichem Luxus, Kompetenz statt Demonstration von Statussymbolen".
Kategorie Wissen Feinschmecker Weintipps Jahrgang 1975
Die Hochgelobten Bordeaux-Jahrgänge der Neunzigerjahre haben sich für die meisten von uns vorerst einmal erledigt. Irrwitzige Preise und dann noch zwanzig Jahre warten? Verkehrte Welt! Die schon Trinkreifen Weine der siebziger und achtziger Jahre dagegen sind oft preisgünstiger zu bekommen als ihre momentan noch ungenießbaren Pendants.

Auf Auktionen und im Raritätenhandel sind die 75er noch gut vertreten. Château La Lagune wird beispielsweise zwischen 40 EUR und 70 EUR gehandelt und ist ein richtiges Schnäppchen. Dasselbe gilt für Château Beychevelle, dessen Preis im Handel zuletzt bei etwa 50 EUR bis 100 EUR, auf einer Auktion im Mai 2004 sogar bei nur 35 EUR pro Flasche lag. Verglichen mit den 700 EUR bis 900 EUR, die man für Château Pétrus hinblättern müsste, sehen aber auch die derzeit aufgerufenen rund 200 EUR für eine Flasche Château Trotanoy geradezu bescheiden aus.
Bericht: Jg. 1975

Jahr Bezeichnung Beschreibung
1975 Château Trotanoy Pomerol Anfangs brotige Reifearomen. Extrem positive Belüftung: ätherische Fruchtaromen und Holz. Am Gaumen große Verdichtung, intensive, komplexe Frucht. Großer Nachhall. Ein wunderbar gereiftes Fruchtpaket.
1975 Château L' Arrosée St. Emilion Grand Cru classé Jugendlicher Duft: Holz, Cassis, Zitruskomponenten, Dörrfrüchte. Kernig verdichteter Gerbstoff, große Intensität, perfekte Harmonie von Holz und Frucht. Großer Wein. Jung !
1975 Château Pétrus Pomerol Kakao und entwickelte Beerenaromen. Milde Gaumenfrucht, proportionierter Wein. Kein extrem intensives, aber ein sehr langes Finish.
1975 Château La Lagune Haut Médoc Grand Cru classé Ungewöhnlich jugendliche Beerigkeit, liebliche Beitöne (Vanille/Holz-Restanklänge). Sehr stoffig, milde, aber intensive Frucht. Hat Länge und Format, endet mit Cassisaromen.
1975 Château Haut Bailly Graves Grand Cru classé Gereifte Farbe. Komplexer Duft: Honig, Pfeifentabak, Veilchen, Madeira. Große Extraktsüße, passende Balance, kompakte Gaumenmitte, relativ kurzes Finish.
1975 Château Grand Puy Lacoste Pauillac Grand Cru classé Relativ hell, anfangs etwas krautiger Cabernet-Ton, der sich jedoch in angenehme Harznoten belüftet. Hochfeines Säuregerüst, eingeschmolzenes Tannin. Gute Substanz, intensive Frucht. Jetzt perfekt.
1975 Château d'Issan Margaux Grand Cru classé Tiefer Farbkern. Riecht nach Zuckerkaramellen, Cassis-Likör, roten Johannisbeeren. Kräftiger Gaumeneindruck: Gerbstoff, Frucht, Säure auf durchwegs hohem Level. Markanter, proportionierter Wein mit leicht staubig-medizinaler Retroaromatik.
1975 Château Beychevelle St. Julien Grand Cru classé überströmendes Bouquet: Cassis, Petrol, muskatartige Anklänge. üppige Gerbstoffracht, passender Reichtum, große Läönge. Ein in sich stimmiger Wein
1975 Château Pichon Baron Pauillac Grand Cru classé Buttriger Duft, karamelisierte Aromen. Saftiger Auftakt, Säure und Gerbstoff im Lot. Dicht und geschmeidig, würzige
1975 Château Palmer Margaux Grand Cru classé Buttriger Duft mit Cassiskomponenten. Kernig verdichtet am Gaumen, feinnervig mit komplexer Frucht im Abgang.
1975 Château Leoville Poyferré St. Julien Grand Cru classé Intensiver Duft: Cassis, Rauch, etwas Holz, stilvoll. Kräftiger Gerbstoff, vollfruchtig eingebunden. Gute Intensität. Hat durchaus noch etwas Potenzial, wenngleich das Finish ein wenig Müdigkeit erkennen läßt.
1975 Château Latour Pauillac Grand Cru classé Karamelisierte und würzige Duftkomponenten. Verhaltene Frucht, säurebetont, etwas trestriger Gerbstoff. Hat Statur, das Potenzial läßt sich aber noch immer nicht abschließend bewerten.
1975 Château La Tour de Grenet St. Emilion Grand Cru Ausladender Cassisduft, Minze, Eukalyptus, Kakao, Zimt. Extraktsüß, große Dichte, elegant durch seine Reife. Gut eingeschmolzenes Tannin.
1975 Château Camensac Haut Médoc Grand Cru classé Riecht nach Zuckerfondant-Masse, jugendlichen Cassis-Komponenten. Geschmeidiger Gerbstoff, liebliche Würze, merklicher Körper, Nerv. Etwas trocknender Abgang.
1975 Château Soutard St. Emilion Grand Cru classé (1/00) Riecht nach Sauerkirsche, guter Extrakt, fleischiger Mittelteil, kräftige Säure, eher verhaltene Abgangsaromatik.
1975 Château DuCru Beaucaillou St. Julien Grand Cru classé Fester Farbton, verschlossener Duft. Präsente Säure, sich gut enfaltender Duft. Ohne die letzte Intensität, aber harmonisch und feingewoben.
1975 Château Clinet Pomerol Würziger, reif-kräutriger Merlotduft. Buttrigkeit. Geschmeidiger, öliger Auftakt, kräftiges Tannin. Säure verliert sich rasch, wirkt dadurch kurz.
1975 Château Clerc Milon Pauillac Grand Cru classé Verschlossenes, reduktives Bouquet, das sich nach Luftzufuhr in Richtung Holzton entwickelt. Kräftiger Gerbstoff, etwas krautige Säure. Wirkt kompakt, aber auch etwas rustikal.
1975 Château Pape Clement Graves Grand Cru classé Verhaltener Duft mit würzigen Noten. Milde Beerigkeit, recht gerbstoffbeladen. Hat noch Schmelz und Verdichtung.
1975 Château Moulin Pey-Labrie Canon Fronsac Sehr heller Rand. Schwachduftend mit Anklängen an Pferdestall. Kerniger Wein, relativ kurz.
1975 Château Lynch Bages Pauillac Grand Cru classé Leichter Luftton (Boskoop), dahinter: Kakao, rote Johannisbeeren. Ruppiger Gerbstoff, öliger Fond, Säurebetonung.
1975 Château Lascombes Margaux Grand Cru classé Verhaltener Duft mit Oxidationszeichen. Harmonischer, etwas harmloser Wein mit trocknendem Abgang.
1975 Château Lafite Rothschild Pauillac Grand Cru classé Anfangs vegetabiles Bouquet, das sich aber belüftet. Am Gaumen von schwacher Frucht, spitz wirkende Säure.
1975 Château La Conseillante Pomerol Gemüsige Aromen im Duft, Graphit. Rustikal adstringierender Gerbstoff, Moschusaromen im Abgang, gute Länge.
1975 Château Cos d'Estournel St. Estephe Grand Cru classé Honig und Lakritzkomponenten, milde Würze. öffnet sich rasch. Kerniger Auftakt, lebendige Säure, präsenter Gerbstoff. Frucht leicht gezehrt, wirkt kurz.
1975 Château Brane Cantenac Margaux Grand Cru classé Brotige Reifearomen, sich an der Luft öffnende Beerenaromen. Extraktsüßer Auftakt, passender Nerv, mäßige Länge. Verändert sich im Glas recht rasch.
1975 Château Margaux Margaux Grand Cru classé Krautiger, lauchiger Duft. Altes Holz. Säurebetont bereits im Auftakt, karg, einfältiger Gerbstoff.
1975 Château Lagrange St. Julien Grand Cru classé Verschlossener Duft mit karamelisierten Noten. Das Rückgrat aus Säure und (gleichwohl gutem) Gerbstoff trägt eine gezehrte Frucht. Wenig ausgewogen.
1975 Château La Rose Trintaudon Haut Médoc Cru bourgeois Maggi-Komponenten, die sich etwas belüften. Anfangs festes Gerüst: Gerbstoff, Säure und Frucht noch lebendig. Der Eindruck weiterer Substanz verliert sich jedoch durch schnellen Abbau im Glas.
1975 Château Gruaud Larose St. Julien Grand Cru classé Dezent würzige Nase. Milder Auftakt, etwas ruppige Frucht, eher grüner, säurebetonter Wein.
1975 Château Cheval blanc St. Emilion 1er Grand Cru classé A ätherischer Cassisduft, Leder, rustikaler Gaumeneindruck, herbes Tannin, schales Finish.
1975 Château Canon St. Emilion 1er Grand Cru classé B Dünner Farbton. Wenig Duft. Leichter Wein, wenig Fleisch, kernige Säure.
1975 Château Phélan Segur St. Estephe Cru bourgeois Sehr helle orangetönige Farbanteile. Krautig-überreife Nase. Säurebetonter Gaumen, schwache Frucht, gezehrtes Finish.
1975 Château Leoville Las Cases St. Julien Grand Cru classé Krautige, milchige Nase. Seifige Retroaromen, kantiges Tannin. Fruchtarm, Säure steht isokliert da.
1975 Château Haut Brion Graves Grand Cru classé Tiefer Farbton. Unschöne Nase: Gewürzkomponenten und schimmlige Faßtöne. Am Gaumen säuregeprägt, medizinale Retro-Aromen. Kerniges Gerüst, etwas einfältiger Wein.
1975 Château Giscours Margaux Grand Cru classé Dezenter Duft, hefige Rudimente. Ruppiger Auftakt, seifig, grünlich.
1975 Château Cantemerle Haut Médoc Grand Cru classé Sehr belegter, lauchiger Duft. Markant von Säure dominiert, trocknendes Finish.
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