2-Zutaten-Joghurt-Cheesecake ohne Backen

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Dieser 2-Zutaten-Joghurt-Cheesecake ist kein klassischer Käsekuchen aus dem Ofen. Er kommt ohne Frischkäse, Eier und Gelatine aus und wird auch nicht gebacken. Stattdessen ziehen Kekse und griechischer Joghurt über mehrere Stunden im Kühlschrank durch. Die Kekse nehmen Feuchtigkeit auf, werden weich und verbinden sich mit der dicken Joghurtschicht. So entsteht ein einfacher Kühlschrankkuchen mit cremiger Mitte und deutlichem Keksaroma.

Wichtig ist ein stichfester griechischer Joghurt mit mindestens 5 Prozent Fett. Mit 10 Prozent Fett wird die Schicht besonders cremig und hält beim Schneiden meist besser zusammen. Sehr dünnflüssiger Naturjoghurt ist für dieses Rezept nicht passend: Er würde die Kekse zu schnell aufweichen, während die Mitte zu weich bleibt.

Die erste Variante arbeitet mit Karamellkeksen. Ihr würziger Karamellgeschmack passt gut zur milden Säure des Joghurts. Die zweite Variante mit Vollkorn-Gewürzkeksen schmeckt etwas weniger süß und kräftiger nach Zimt und Gewürzen. Beide Varianten werden gleich zubereitet.

Inhaltsverzeichnis:

2-Zutaten-Joghurt-Cheesecake mit Karamellkeksen

Die Menge reicht für 4 kleine Stücke oder 2 großzügige Desserts. Gut geeignet ist eine kleine eckige Form von etwa 16 bis 18 cm Kantenlänge oder eine Mini-Springform mit ungefähr 18 cm Durchmesser. In einer größeren Form wird der Kuchen zu flach.

Zutaten

  • 500 g griechischer Joghurt, mindestens 5 %, besser 10 % Fett
  • 200 g Karamellkekse

Es eignen sich Karamellkekse von Biscoff oder Rewe Beste Wahl Karamellgebäck (ist oft günstiger und kommt ohne Palmöl aus). Kaufland / Aldi / Edeka Karamell-Kaffeegebäck: Direkt im Keksregal als No-Name- oder Eigenmarken-Variante zu finden.

Zubereitung

  1. Lege die Form mit Backpapier aus. Bei einer Springform genügt es, den Boden auszulegen; bei einer eckigen Auflaufform hilft ein überstehender Streifen Backpapier beim späteren Herausheben.
  2. Lege etwa die Hälfte der Karamellkekse dicht nebeneinander auf den Boden. Kleine Lücken kannst Du mit abgebrochenen Keksstücken schließen. Der Boden muss nicht millimetergenau aussehen, sollte aber möglichst geschlossen sein.
  3. Verteile den griechischen Joghurt auf der Keksschicht. Streiche ihn mit einem Löffel oder kleinen Teigschaber gleichmäßig glatt. Die Schicht darf etwa 2 cm hoch sein.
  4. Gib die übrigen Kekse in einen Gefrierbeutel. Verschließe ihn und zerdrücke die Kekse mit einem Nudelholz zu groben Bröseln. Es dürfen ruhig einige etwas größere Stücke dabei sein.
  5. Streue die Keksbrösel gleichmäßig über den Joghurt und drücke sie nur ganz leicht an. Decke die Form ab, damit der Kuchen im Kühlschrank keine Fremdgerüche annimmt.
  6. Stelle den Joghurt-Cheesecake mindestens 6 bis 8 Stunden kalt. Besser ist eine Ruhezeit über Nacht, also etwa 10 bis 12 Stunden.
  7. Nimm den Kuchen erst direkt vor dem Servieren aus dem Kühlschrank. Hebe ihn mithilfe des Backpapiers aus der Form oder löse bei einer Springform vorsichtig den Rand. Mit einem scharfen Messer in Stücke schneiden und kühl servieren.
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Warum wird der Joghurt-Cheesecake fest?

Das Rezept funktioniert durch den Feuchtigkeitsaustausch zwischen Joghurt und Keksen. Die trockenen Kekse nehmen nach und nach Wasser aus der Joghurtschicht auf. Dadurch quellen sie auf und werden weich, während der Joghurt an den Kontaktflächen an Stand gewinnt. Das Ergebnis ist nicht so schnittfest wie ein gebackener Cheesecake mit Ei oder Stärke, aber nach einer langen Kühlzeit lässt es sich als kleines Kuchenstück servieren.

Für die Konsistenz sind drei Dinge entscheidend: ein dicker Joghurt, eine ausreichend kleine Form und Geduld im Kühlschrank. Wenn Du die Form zu groß wählst, bleibt die Joghurtschicht sehr flach und die Keksdecke kann schneller durchweichen. Nach nur zwei oder drei Stunden ist das Dessert noch deutlich weicher. Dann lässt es sich besser direkt aus der Form löffeln als sauber schneiden.

Variante 2: Joghurt-Cheesecake mit Vollkorn-Gewürzkeksen

Wenn Du es weniger karamellig und etwas herber magst, kannst Du die Karamellkekse vollständig durch Vollkorn-Gewürzkekse ersetzen. Gerade Gewürzkekse mit Zimt, Nelke oder Kardamom geben dem milden Joghurt mehr Tiefe. Diese Variante passt gut in die kühlere Jahreszeit, funktioniert aber genauso als unkompliziertes Dessert im Sommer.

Zutaten

  • 500 g griechischer Joghurt, mindestens 5 %, besser 10 % Fett
  • 200 g Vollkorn-Gewürzkekse / Spekulatius

Als Alternative zu den Karamellkeksen in Variante 1 eignen sich für die Variante Discounter-Spekulatius: Funktioniert geschmacklich und in der Textur sehr ähnlich, ist jedoch oft saisonal gebunden.

So bereitest Du die Variante zu

Die Zubereitung bleibt gleich: Die Hälfte der Kekse kommt als geschlossene Schicht in die mit Backpapier ausgelegte Form. Darauf verteilst Du den Joghurt. Die restlichen Kekse zerbröselst Du und streust sie auf die Oberfläche. Anschließend muss der Kuchen abgedeckt mindestens 6 bis 8 Stunden, idealerweise über Nacht, im Kühlschrank ruhen.

Vollkorn-Gewürzkekse sind je nach Sorte etwas fester oder trockener als Karamellkekse. Gib dieser Variante deshalb lieber die längere Kühlzeit von 10 bis 12 Stunden. Prüfe beim Anschneiden: Die Kekse am Boden sollen weich sein, aber noch genug Struktur haben, um das Stück zu tragen.

Welche Form und welcher Joghurt passen?

Eine kleine Form macht bei diesem Rezept einen großen Unterschied. Für 500 g Joghurt ist eine Form mit etwa 250 cm² Fläche passend, etwa 16 x 16 cm, 17 x 17 cm oder eine kleine Springform mit 18 cm Durchmesser. Die Schicht wird dann hoch genug und wirkt beim Servieren wie ein kleiner Kuchen.

Griechischer Joghurt mit 10 Prozent Fett ist die sichere Wahl, weil er besonders dicht und cremig ist. Joghurt mit 5 Prozent Fett kann ebenfalls funktionieren, sofern er stichfest ist. Skyr, fettarmer Naturjoghurt oder Joghurt nach griechischer Art mit sehr flüssiger Konsistenz liefern ein anderes Ergebnis und können zu weich bleiben. Schau am besten schon beim Öffnen des Bechers darauf, dass der Joghurt nicht wässrig ist.

Praktische Tipps zum Kühlen und Servieren

  • Genug Zeit einplanen: Bereite den Kuchen am Abend vor, wenn Du ihn am nächsten Tag servieren möchtest. Das ist zuverlässiger als eine kurze Kühlzeit.
  • Gut kalt schneiden: Ein Messer mit glatter, scharfer Klinge liefert die saubersten Stücke. Wische die Klinge zwischen den Schnitten kurz ab.
  • Nur locker abdecken: Die Abdeckung sollte die Keksbrösel nicht berühren, sonst bleiben sie daran hängen.
  • Direkt servieren: Bei Raumtemperatur wird die Joghurtschicht schneller weich. Stelle die übrigen Stücke deshalb wieder in den Kühlschrank.
  • Reste aufbewahren: Abgedeckt und durchgehend gekühlt schmeckt der Kuchen am besten innerhalb von 1 bis 2 Tagen. Danach werden die Kekse zunehmend weich.

Passt das wirklich als Cheesecake?

Der Name beschreibt vor allem die Art des Servierens: eine cremige, gekühlte Schicht zwischen Keksen, die in Stücke geschnitten wird. Geschmacklich bleibt der griechische Joghurt deutlich erkennbar, und die Säure ist je nach Produkt etwas ausgeprägter als bei Frischkäse. Wer einen klassischen, dichten Käsekuchen erwartet, wird einen Unterschied merken. Als schnelles Kühlschrankdessert mit nur zwei Zutaten ist die Idee aber gerade deshalb praktisch.

Du brauchst weder Ofen noch Mixer und kannst die Form am Vorabend vorbereiten. Besonders die Variante mit Karamellkeksen wirkt auf dem Teller schlicht, aber ordentlich: unten eine weiche Keksschicht, in der Mitte heller Joghurt und oben knusprig wirkende Brösel, die nach dem Durchziehen angenehm zart werden.

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