
Bild: KI-generiert
Quetschkartoffeln sind eine einfache Sache: Kleine Kartoffeln werden erst gekocht, auf dem Blech flach gedrückt und dann bei hoher Temperatur im Ofen gebacken. Durch die unebene Oberfläche entstehen viele knusprige Stellen. Parmesan bringt Würze und unterstützt die goldbraune Kruste.
Das Rezept reicht für 4 Personen als sättigende Beilage. Mit einem Kräuterquark und einem großen Salat werden die Kartoffeln auch zu einem unkomplizierten vegetarischen Essen. Die Vorbereitung hält sich in Grenzen, allerdings brauchen die Kartoffeln nach dem Vorkochen noch ausreichend Zeit im Ofen. Dort solltest Du sie nicht zu früh wenden oder herausnehmen: Die kräftige Bräunung macht hier einen großen Teil des Geschmacks aus.
Inhaltsverzeichnis:
- Welche Kartoffeln passen für Quetschkartoffeln?
- Quetschkartoffeln mit Parmesan für 4 Personen
- Zutaten
- Zubereitung
- So werden die Kartoffeln wirklich knusprig
- Was passt zu Quetschkartoffeln mit Parmesan?
- Varianten mit Kräutern und Gewürzen
- Vorbereiten und Reste aufbewahren
- Kurz zusammengefasst
- Jetzt bist Du dran, Deine Unterstützung ist gefragt
Welche Kartoffeln passen für Quetschkartoffeln?
Nimm am besten kleine, festkochende Kartoffeln mit möglichst ähnlicher Größe. Drillinge sind praktisch, aber auch kleine Speisekartoffeln funktionieren gut. Festkochende Sorten behalten beim Kochen ihre Form und lassen sich trotzdem leicht andrücken. Sehr große Kartoffeln kannst Du halbieren, bevor sie ins Kochwasser kommen. Sie sollten dann mit der Schnittfläche nach oben auf dem Blech liegen und erst dort gedrückt werden.
Die Schale bleibt dran. Sie wird beim Backen knusprig und spart Arbeit. Wasche die Kartoffeln deshalb gründlich und schneide nur dunkle oder beschädigte Stellen weg. Besonders aromatisch sind neue Kartoffeln in der Saison, aber das Rezept klappt das ganze Jahr über mit kleinen, guten Lagerkartoffeln.

Quetschkartoffeln mit Parmesan für 4 Personen
Zutaten
- 1,2 kg kleine festkochende Kartoffeln, zum Beispiel Drillinge
- 2 TL Salz für das Kochwasser
- 5 EL Olivenöl
- 2 Knoblauchzehen
- 1 TL getrockneter Rosmarin
- 1 TL edelsüßes Paprikapulver
- 1/2 TL schwarzer Pfeffer, frisch gemahlen
- 1/2 TL Salz
- 70 g Parmesan am Stück
- 2 EL gehackte Petersilie
Zubereitung
- Heize den Backofen auf 220 Grad Ober-/Unterhitze vor. Bei Umluft reichen 200 Grad. Lege ein großes Backblech mit Backpapier aus. Das Blech darf nicht zu voll sein, denn zwischen den Kartoffeln sollte etwas Platz bleiben. Bei Bedarf nimmst Du lieber zwei Bleche.
- Wasche die Kartoffeln gründlich. Gib sie mit 2 TL Salz in einen großen Topf, bedecke sie knapp mit kaltem Wasser und bringe alles zum Kochen. Koche die Kartoffeln je nach Größe 15 bis 20 Minuten. Sie sollen gerade eben gar sein: Ein kleines Messer oder ein Holzspieß muss hineingehen, die Kartoffeln dürfen aber nicht zerfallen.
- Gieße die Kartoffeln ab und lass sie 5 Minuten ausdampfen. So haftet das Öl später besser und die Oberfläche wird im Ofen knuspriger. Währenddessen schälst Du die Knoblauchzehen und reibst sie fein. Reibe auch den Parmesan fein.
- Verteile die Kartoffeln mit etwas Abstand auf dem vorbereiteten Blech. Drücke jede Kartoffel mit einem Kartoffelstampfer, dem Boden eines stabilen Glases oder einer kleinen Pfanne flach. Die Kartoffeln sollten etwa 1 bis 1,5 cm dick sein. Drücke mit Gefühl: Sie dürfen aufplatzen, sollen aber möglichst zusammenbleiben.
- Verrühre Olivenöl, Knoblauch, Rosmarin, Paprikapulver, Pfeffer und 1/2 TL Salz. Bestreiche die Kartoffeln damit. Achte darauf, dass auch etwas Öl in die Risse und an die Ränder kommt. Dort wird die Kruste besonders gut.
- Backe die Quetschkartoffeln auf mittlerer Schiene 25 Minuten. Nimm das Blech kurz heraus, streue den Parmesan gleichmäßig über die Kartoffeln und backe sie weitere 8 bis 12 Minuten. Der Käse soll geschmolzen und an einzelnen Stellen goldbraun sein, aber nicht dunkel werden.
- Nimm das Blech aus dem Ofen und streue die Petersilie darüber. Lass die Kartoffeln 2 Minuten stehen und serviere sie dann heiß.
So werden die Kartoffeln wirklich knusprig
Der wichtigste Punkt ist, die Kartoffeln nach dem Kochen gut ausdampfen zu lassen. Liegt noch viel Feuchtigkeit auf der Schale, backen sie eher weich als knusprig. Auch das Andrücken ist kein bloßer Zwischenschritt: Je mehr kleine Risse und Kanten entstehen, desto mehr Fläche kann im Ofen rösten.
Olivenöl sorgt für Farbe und Röstaromen. Sei damit nicht zu sparsam, aber die Kartoffeln müssen auch nicht darin schwimmen. Fünf Esslöffel reichen für die angegebene Menge gut aus. Wenn das Blech sehr voll ist, verteilt sich Dampf zwischen den Kartoffeln. Dann fehlt die trockene Hitze, die für eine gute Kruste nötig ist. Zwei Bleche sind in diesem Fall die bessere Lösung. Backst Du mit Umluft auf zwei Ebenen, tausche die Bleche nach etwa 15 Minuten die Position.
Der Parmesan kommt erst gegen Ende dazu. Würde er von Anfang an auf dem Blech liegen, könnte er bei der hohen Temperatur verbrennen, bevor die Kartoffeln fertig gebräunt sind. Fein geriebener Parmesan schmilzt schnell, setzt sich in den Rissen fest und wird leicht knusprig.
Was passt zu Quetschkartoffeln mit Parmesan?
Als Beilage passen sie zu gebratenem Fisch, Ofengemüse, einem Schnitzel oder kurz gebratenem Fleisch. Durch Parmesan, Knoblauch und Rosmarin sind sie recht würzig. Dazu braucht es oft keine aufwendige Sauce. Ein einfacher grüner Salat mit einer säuerlichen Vinaigrette bringt einen guten Ausgleich.
Für eine vegetarische Mahlzeit kannst Du die Kartoffeln mit Kräuterquark, einem Joghurt-Dip oder einem Tomaten-Gurken-Salat auf den Tisch stellen. Auch ein Spiegelei passt gut dazu. Wenn Du die Kartoffeln als Teil eines Ofenbuffets servierst, kannst Du sie mit Paprika, Zucchini oder Möhren kombinieren. Gemüse mit längerer Garzeit sollte allerdings getrennt vorbereitet werden, damit die Kartoffeln nicht zu weich werden.
Varianten mit Kräutern und Gewürzen
Rosmarin und Parmesan sind eine klassische Kombination, aber Du kannst das Grundrezept unkompliziert abwandeln. Statt Rosmarin passen 1 TL getrockneter Thymian oder 1 TL italienische Kräuter. Frische Kräuter gibst Du besser erst nach dem Backen dazu, da sie bei 220 Grad schnell dunkel werden.
Für eine mild pikante Variante kannst Du zusätzlich 1/2 TL Chiliflocken mit dem Öl verrühren. Geräuchertes Paprikapulver gibt den Kartoffeln eine rauchige Note, sollte aber sparsam verwendet werden. Wenn Du keinen Parmesan verwenden möchtest, funktionieren auch fein geriebener Pecorino oder ein würziger Bergkäse. Pecorino ist deutlich salziger; reduziere dann das Salz in der Ölmischung auf eine kleine Prise.
Vorbereiten und Reste aufbewahren
Du kannst die Kartoffeln einige Stunden vorher kochen, abgießen und abgedeckt im Kühlschrank aufbewahren. Zum Backen werden sie dann kalt auf das Blech gelegt, gedrückt und mit Öl gewürzt. Plane in diesem Fall etwa 5 Minuten zusätzliche Backzeit ein.
Übrig gebliebene Quetschkartoffeln halten sich gut verschlossen bis zum nächsten Tag im Kühlschrank. Zum Aufwärmen legst Du sie bei 200 Grad Ober-/Unterhitze für etwa 10 bis 15 Minuten auf ein Blech. In der Mikrowelle werden sie zwar warm, verlieren aber ihre knusprige Oberfläche. Petersilie solltest Du bei aufgewärmten Kartoffeln bei Bedarf frisch ergänzen.
Kurz zusammengefasst
Für knusprige Quetschkartoffeln werden kleine festkochende Kartoffeln nur knapp gar gekocht, gut ausgedampft und auf dem Blech flach gedrückt. Öl, Knoblauch und Gewürze kommen vor dem Backen darauf, Parmesan erst in den letzten Minuten. Serviere die Kartoffeln direkt aus dem Ofen, solange die Ränder noch knusprig und der Käse frisch geschmolzen ist.
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