Kartoffelgnocchi – Gnocchetti di patate

Foto: Silvana Comugnero / FOTOLIA

Gnocchi di patate sind in der italienischen Küche kleine Klößchen aus gekochten Kartoffeln, Hartweizen- oder Weizenmehl. Je nach Rezept auch mit Ei und geriebenem Parmesan. Für die Zubereitung werden meist fest kochende Kartoffeln bevorzugt. Die noch heißen Kartoffeln werden einfach zerdrückt und mit den übrigen Zutaten verknetet und zu kleinen Rollen von ca. 2 cm Durchmesser geformt, die dann in Scheiben geschnitten werden. Traditionell werden diese im Anschluß mit der Gabel an eine bemehlte glatte Fläche gedrückt und dabei in der Mitte etwas eingedellt oder gerillt, um die Oberfläche zu vergrößern – somit kann mehr Soße an den Gnocchi hängen bleiben.

Gnocchi werden gerne auch Nocken oder Nockerln genannt, Sie werden einfach in Salzwasser gegart und dienen als Suppeneinlage oder Beilage. Wenn sie ein eigenes Gericht darstellen, werden sie gern mit Käse überbacken oder mit Rosmarin oder Salbei, Butter oder Olivenöl verfeinert gegessen.

Zutaten für Kartoffelgnocchi – Gnocchetti di patate benötigst

750 g fest kochende Kartoffeln, 1 frisches Ei, 50 g guten Parmesan (gerieben), 1 Prise Muskat 1 1/2 Tl. Salz, 230 g Mehl, Butter, Rosmarin oder Salbei.

Zubereitet wird wie folgt: Die Kartoffeln in der Schale weich kochen, noch heiß schälen und durch die Kartoffelpresse Amazon drücken, auskühlen und abdampfen lassen. Ei, Parmesan, Muskat darunterrühren, mit Salz abschmecken. Mehl (Menge ganz einfach je nach Stärkegehalt der Kartoffeln anpassen) gut einmischen, Teig eine gute halbe Stunde ruhen lassen. Aus dem Teig etwa fingerdicke Rollen formen, in 2 bis 3 cm lange Stücke schneiden und mit Daumendruck über eine Zitronenraffel rollen, so daß auf der einen Seite ein Noppenmuster entsteht und auf der anderen der Daumeneindruck sichtbar wird. Das geht auch mit Daumendruck über den Zinken einer Gabel.

Kartoffelgnocchi - Gnocchetti di patate mit Olivenöl, Rosmarin und Parmesan

Foto: Silvana Comugnero / FOTOLIA

Nun in einem Topf schwach gesalzenes Wasser zum Kochen bringen und die Gnocchi portionsweise darin ziehen lassen – sobald sie an die Oberfläche steigen, sind sie gar. Abgetropft in einer vorgewärmten Schüssel zugedeckt warm halten (oder mit etwas Butter in eine Schüssel geben und zugedeckt im temperierten Backofen warm halten). Parmesan zwischen die Gnocchi-Portionen streuen.

Bei Gnocchi ist natürlich die Sauce wichtig! Am einfachsten geht das indem du Rosmarinblätter und etwas flüssigen Butter darübergibst. Tipp: wer keinen Rosmarin mag, möge frischen Salbei nehmen – der paßt auch sehr gut. Das ganze kannst du auch mit einer Soße servieren – da sind natürlich keine Grenzen gesetzt. Beispiele: eine Pilzsauce, eine einfache Tomatensauce oder lecker Gorgonzola-Sauce. Wie jeder gerne möchte. Bon Appetit.

schnelle Tomatensauce

Tomaten kurz mit kochendem Wasser überbrühen, abschrecken, enthäuten und kleinschneiden. 1 kleine Zwiebel und eine kleine Knoblauchzehe feinhacken, in 1 Eßlöffel zerlassener Butter andünsten. Salzen, pfeffern und langsam zu einer sämigen Soße köcheln lassen. Mit Basilikum und geriebenem Parmesan verfeinern.

Wie du Tomaten haltbar machen kannst

Tomaten lassen sich übrigens auch prima einkochen, so hast du im Winter einen lecker Vorrat. In meinem Artikel Tomaten einkochen zeige ich dir, wie einfach das eigentlich ist.

schnelle Gorgonzola-Sauce

Dazu benötigst du fertige Käse-Sahne-Sauce (z.B. von Thomy), etwas Gorgonzola von der Käsetheke, Meersalz und Pfeffer. Den Gorgonzola mit einer Gabel zerdrücken und in der Käse-Sahne-Sauce unterheben abschmecken und eventuell nachwürzen.

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