Bestes Olivenöl der Welt – 2019

Wie von Experten zu hören ist, wird in der italienischen Erntekampagne 2018/2019 nur knapp die Hälfte des Vorjahresvolumens produziert. Schuld war unter anderem die Kälteperiode, welche viele Teile Italiens in den Monaten Februar und März diesen Jahres heimgesucht hatte. Die jetzt noch zum teil sichtbaren Frostschäden dürften auch in der folgenden Erntekampagne für eine unterdurchschnittliche Olivenernte sorgen.

Allein Ligurien erwartet hingegen ein gutes Jahr. Nun schauen alle nach Spanien, welches nach zwei schlechten Ernten wieder deutlich zulegen wird. Kurz um – italienisches Olivenöl, welches 2019 in den Handel kommt, wird deutlich teurer werden.

» Info: Ernte und Verarbeitung läuft vielerorts auf Hochtouren, sobald die Gewinner für 2019 ermittelt wurden – kannst du es hier erfahren. Zwischenzeitlich hier die Gewinner aus 2018.
Update: Für den Start der neuen Saison kann ich dir das „Oro del Desierto 1/10“ Amazon empfehlen. Intensiv grün, charaktervoll, mittlere bittere und scharfe Noten, sehr ausgewogen. Intensiver Duft nach grünen Tomaten, Äpfeln und frisch geschnittenem Gras.

Kleine Olivenölschule – Olivenöl und seine Fruchtigkeit

Sensorik-Beispiel für „intensiv-fruchtige“ Olivenöle: frisch geschnittenes Gras, grüne Bananenschale, Artischocken, Tomatenstrauch – am Gaumen und in der Kehle mit deutlicher Schärfe und leichter Bitterkeit

Der Zeitpunkt für die Olivenernte streckt sich, je nach gewünschtem Charakter und Grad an Fruchtigkeit des Olivenöls, vom Herbst bis in den Winter hinein. Wobei für „intensiv-fruchtige“ Olivenöle ausschliesslich grüne Oliven zum sogenannten optimalen Reifezeitpunkt geerntet und verarbeitet werden.

Deren intensive Aromen, an frisch geschnittenes Gras, grüner Bananenschale, Artischocken und Tomatenstrauch erinnern. Für diese Aromen sorgen unter anderem die im Olivenöl enthalteten Polyphenole. Auch den scharfen, leicht bitteren Abgang haben nur echte Spitzenöle, weil die Oliven früh, also „unreif“ geerntet wurden. Das zeigt sich am Gaumen und insbesondere in der Kehle durch eine deutliche Schärfe.

grüne, unreife Oliven für „intensiv-fruchtige“ Olivenöle

Solch „intensiv-fruchtige“ Olivenöle stellen die Königsklasse der Olivenöle dar. Während „Erstgenießer“ meist von den Aromen dieser kräftigen Olivenöle überrascht sind, gelten Sie für Kenner und Genießer als ein Muss in der Küche.

Des Weiteren gibt es Olivenöle die geschmacklich als „mittel-fruchtige“ Olivenöle einzuordnen sind. Sie werden meist aus grünen bis mittelreifen Oliven gewonnen. Mittel-fruchtige Olivenöle sind in der Nase eher zurückhaltender als „intensiv-fruchtige“ Öle. Solch Olivenöl, mit einer ausgewogenen Schärfe und Bitterkeit, lässt sich in der Küche beinahe überall verwenden und gibt vielen Speisen das gewünschte „i-Tüpfelchen“.

mittelreife Oliven für „leicht-fruchtige“ Olivenöle

Olivenöle mit „leicht-fruchtigen“ Aromen sind das Ergebnis von mittelreif geernteten Oliven, die mit einer violetten bis fast schwarzen Färbung geerntet wurden. Deren Aromen sind meist geprägt von reifen Bananen, vollreifen Äpfeln, Mandeln und Trockenfrüchten – sie weisen meist keinerlei bzw. kaum grüne, fruchtige Noten auf. Letztendlich muß jeder für sich selbst entscheiden, welches Olivenöl ihm am besten schmeckt – das Geschmacksempfinden ist ja bei jedem Menschen unterschiedlich. Ich persönliche empfehle „intensiv-fruchtige“ Olivenöle zu genießen.

Sensorik-Beispiel für „leicht-fruchtige“ Olivenöle: reife Bananen, vollreife Äpfel, Mandeln, Trockenfrüchte

Aber wo bekommt man nun Olivenöle bester Qualität zu kaufen. Findet man im Supermarkt Premium-Olivenöle? Kurze, ehrliche Antwort? Extrem selten! Premium-Olivenöle sind rar, teuer und sie aufzuspüren ist nicht ganz so einfach.

Olivenöl aus Discountern oder Supermärkten ist überwiegend ein industrielles Produkt. Es wird nicht primär in höchster Qualität für den größten Genuss hergestellt, sondern um mit größter Effizienz bei niedrigsten Betriebskosten den attraktivsten, also niedrigsten Preis zu erzielen.

„Der Weg zur Qualität führt meist über die traurige, wenn auch nicht neue Erkenntnis, dass diese etwas kostet.“



Für hochwertiges Olivenöl solltest du mit mindestens 15,- je halber Liter rechnen. Am aussichtsreichsten ist die Suche nach Qualität bei einem fachkundigen Einzelhändler oder lass dich von meinen Empfehlungen inspirieren.

Bestes Olivenöl der Welt – Erntesaison 2018 / 2019

Es gibt sicherlich viele nationale und auch regionale Olivenöl-Wettbewerbe. Da diese aber einen lokalen Fokus aufgrund der Tatsache, dass nicht in jedem größeren Olivenöl produzierendes Land ein nationaler Wettbewerb durchgeführt wird, konnten diese Ergebnisse nicht im internationalen Ranking berücksichtigt werden.

Spätestens im März 2019 findest du hier die Gewinner, welche die Organisation „World’s Best Olive Oils“ (Punkteschema als PDF) publiziert und sich aus den Ergebnissen der insgesamt 7 führenden internationalen Wettbewerbe für „Extra Virgin Olive oil“ (zu Deutsch: Natives Olivenöl Extra) ergeben. Zu den Wettbewerben zählen: Mario Solinas Award – COI/IOC, Ovibeja, Leone D’Oro, Sol D’Oro, SIAL Olive D’Or, Evooleum EVOO Awards und ArgOliva.

Platz 1: Die Platzierungen stehen noch nicht fest – schau Ende März 2019 wieder vorbei. Zwischenzeitlich lies den Artikel bestes Olivenöl der Welt – Erntesaison 2017 / 2018.
Platz 2: . . .
Platz 3: . . .

Neu: Bestes Bio-Olivenöl der Welt – 2018 / 2019

Platz 1: Platzierungen stehen noch nicht fest.
Platz 2: . . .
Platz 3: . . .

Neu: Meine persönlichen Olivenöl-Favoriten – Erntesaison 2018 / 2019

Ein gutes Olivenöl ist immer auch ein spannendes Genuss- und Geschmackserlebnis wie bei einer perfekten Pizza. Je nach Olivensorte schmeckt und riecht es zu Beginn der Erntezeit eher noch grünlich mit Facetten von frisch geschnittenem Gras, frischer Avocado, Tomatenstrauch oder Artischocke. Bei etwas reiferen Oliven kommen süßere Noten dazu wie reife Banane, überreife Äpfel, Nüsse oder Mandeln. Einfach probieren! Mehr denn je gilt: Abwechslung stärkt den Appetit!

Mein persönlicher Platz 1: steht noch nicht fest.
Mein persönlicher Platz 2: . . .
Mein persönlicher Platz 3: . . .

5 Dinge, die du über Olivenöl wissen solltest:

Olivenbaum vor dem Schnitt. Bei einem richtigen Schnitt, sagt man – das eine Taube hindurchfliegen kann – ohne anzustoßen.

1. Olivenöl gehört zu den gesündesten Ölen überhaupt und passt zu fast allen Gerichten – kein Wunder also, dass es bei uns Deutschen nach wie vor die Nummer eins ist.

2. Vergiss die weit verbreiteten Verkaufsargumente „kaltgepresst“ oder „erste Pressung“. Sie sagen rein gar nichts aus, da heute weder Heißpressung noch eine zweite oder dritte Pressung üblich sind. Heiß wird seit Urzeiten nicht mehr gepresst. Doch je wärmer, über 25°C, der Olivenbrei erhitzt wird, desto höher der Ölertrag, aber umso fehlerhafter auch das Olivenöl. Es gibt Werte, die viel wichtiger sind: der Gehalt an Polyphenolen zum Beispiel. Mindestens 500 Milligramm pro Kilogramm der sekundären Pflanzenstoffe sollten enthalten sein. Je mehr, desto gesünder und aromatischer ist natürlich das Olivenöl.

3. Polyphenole sorgen auch für den feinen Duft nach frischem Grasschnitt, Artischocken oder Pfeffer. Auch den scharfen, leicht bitteren Abgang haben nur echte Spitzenöle, weil die Oliven unreif geerntet werden. Grün leuchten muß es – eine dunkelgelbe Farbe weist auf fortgeschrittene Oxidation hin.

4. Geöffnetes Olivenöl solltest du innerhalb von zwei Monaten verbrauchen, denn dann verliert selbst das beste Öl an Aromavielfalt und gesundheitsförderlicher Wirkungen. Bewahre Olivenöl dunkel und kühl, optimal sind 16 bis 18 Grad.

5. Olivenöl kann auch zum Braten verwendet werden. Dabei bleiben dank seines niedrigen Gehalts an freien Fettsäuren die gesunden Inhaltsstoffe erhalten. Achte aber darauf, es nicht über 180 Grad zu erhitzen.

Olivenöl und seine Güteklassen

Mein persönlicher Favorit aus der Erntesaison 2017 / 2018 – den kannst du noch mit viel Glück bei Amazon ordern, siehe: Finca la Torre, Selección Hojiblanca Amazon

In den Regalen sollten eigentlich nur noch Olivenöle „Extra Virgin“ stehen – alles andere ist schwer zu verkaufen. Die Bezeichnungen „Extra Virgin Olive Oil“, zu deutsch „Natives Olivenöl Extra“, ist die höchste Qualitätskennzeichnung für Olivenöl. Aber was heißt das jetzt. Eigentlich nichts anderes, als das Olivenöl verschiedene Analysen durchlaufen muß – zum einen chemisch und zum anderen sensorisch. Bei der chemischen Analyse muß unter anderem der Säuregehalt ≤ 0,8 % betragen. Bei der sensorischen Analyse kommt es darauf an, daß das Olivenöl eine gewisse Fruchtigkeit aufweist und keine sensorischen Fehler wie etwa ranzig oder stichig schlammig.

Kategorie 1 / Natives Olivenöl Extra: Direkt aus Oliven ausschließlich mit mechanischen Verfahren ohne Wärmeeinwirkung unter 40 °C gewonnen / Säuregehalt ≤ 0,8 %, ohne sensorische Fehler, für den Verzehr geeignet.

Kategorie 2 / Natives Olivenöl: Direkt aus Oliven ausschließlich mit mechanischen Verfahren ohne Wärmeeinwirkung unter 40 °C gewonnen / Säuregehalt ≤ 2 %, leichte Fehler, für den Verzehr geeignet.

Kategorie 3 / Lampantöl: Säuregehalt > 2 %, deutlich fehlerhaft und darf nicht an Verbraucher abgegeben, sondern muss raffiniert werden.

Kategorie 4 / Raffiniertes Olivenöl: Säuregehalt ≤ 0,3 %, typische Geschmacks- und Geruchsanteile des Olivenöls fehlen; darf nicht an Verbraucher abgegeben, sondern muss zu „Olivenöl“ (Kategorie 5) verarbeitet werden.

Kategorie 5 / Olivenöl: Mischungen aus raffiniertem Olivenöl (Kategorie 4) mit nativem Olivenöl der Kategorien 1 oder 2. / Säuregehalt ≤ 1 %, Das Mischungsverhältnis ist nicht vorgeschrieben, so dass der Anteil an nativem Olivenöl 1–99 % betragen kann. Je höher der Anteil an nativem Olivenöl, desto intensiver ist der Geschmack.

schwarze, reife Oliven für „reif-fruchtige“ Olivenöle

Gutes Olivenöl ist schmackhaft, gesund und bestens geeignet zum mediterranen Kochen und Braten. Jeder Italiener verbraucht im Jahr ca. 10 bis 12 Liter Olivenöl pro Jahr (das schaffe ich mittlerweile auch), Griechen sogar 15 Liter. Eine neue Erkenntnis ist das nicht, denn die meisten Olivenanbaugebiete liegen im mediterranen Raum zwischen den kanarischen Inseln und der Ägäis.

Wir deutschen verbrauchen pro Jahr „leider“ nur 1 Liter Olivenöl im Jahr. Übrigens: Wenn Oliven innerhalb von zehn Stunden nach der Ernte gepresst werden, ist das gut. Ideal ist, wenn sie binnen vier bis acht Stunden zur Mühle kommen, unter vier Stunden ist es absolute Spitzenklasse. Je reifer die Oliven, desto weicher fällt das Olivenöl aus.

Wie probiert man gutes Olivenöl?

Benötigt werden dazu ein kleines Glas, am besten ein sogenanntes „Nosing-Glas“, und natürlich Olivenöl. Vor allem Morgens, Vormittags gibt es Perioden optimaler Wahrnehmung von Geschmack und Geruch. Man sollte mindestens eine Stunde vor der Verkostung keine Nahrung zu sich nehmen. Aroma und Geschmack der Öle kann direkt oder retronasal wahrgenommen werden. Um die ideale Testtemperatur von 28 Grad zu erreichen, erwärme das Glas mit den Handfläche deiner Hände. Zwischen jeder Verkostung, um den Geschmack der vorherigen Probe zu entfernen, iss ein Stück Apfel oder trinke Schluck Wasser (mit Zimmertemperatur).

Warum gibt es grüne und schwarze Oliven?

mittelreife und unreife Oliven nach der Ernte

Jede Olive ist zunächst grün und entwickelt sich im Laufe des Reifeprozesses über violett bis dunkel-violett, bis hin zu schwarz. Grundsätzlich gilt: dass die Oliven dann erntereif sind, wenn ihr Grün ins Violett übergeht.

In vielen Regionen werden Oliven bereits in grünem Zustand geerntet. Das daraus gewonnene Olivenöl schmeckt frisch, fruchtig, scharf und kräftig. Ganz mein Geschmack!

Kann man mit „nativ extra“ Olivenöl braten?

Klar, du kannst die Güteklasse „nativ extra“ bis zu 180°C erhitzen. Es sei den, es handelt sich um ein naturtrübes bzw. ungefiltertes Olivenöl – es enthält mehr an Fruchtwasser welches in der Pfanne für mächtige Spritzer sorgt. Also lieber gefiltertes verwenden.

Wie lange ist Olivenöl eigentlich haltbar?

Aufgrund seiner Fettzusammensetzung ist Olivenöl, bei richtiger Lagerung – lichtgeschützt und kühl, am besten im Keller bei ca. 15 Grad – relativ lange haltbar. Die Europäische Union hatte mal vorgeschrieben, dass Inverkehrbringer von Olivenöl eine Mindesthaltbarkeit von 18 Monaten, nach der Abfüllung, auf dem Etikett deklarieren muss. Diese Pflicht ist allerdings schon lange vom Tisch. Heute darf der in der Europäische Union abfüllende Betrieb ein ihm beliebiges Mindesthaltbarkeitsdatum auf das Etikett drucken. Der Abfüller muss lediglich garantieren können, dass das Olivenöl bis zum besagten Zeitpunkt den auf dem Etikett gemachten Angaben entspricht. Angebrochene Olivenöle sollten innerhalb von 2 Monaten aufgebraucht werden.

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