Bestes Olivenöl der Welt – 2018

Alle Jahre wieder – in den Wochen der Erntezeit sind die Familien, meist unterstützt durch Verwandte oder auch saisonale Erntehelfer, jeden Tag bei ihren Bäumen in den Olivenhainen. Der beste Zeitpunkt für die Olivenernte liegt, je nach dem gewünschten Charakter, im Herbst bis in den Winter hinein. In den meisten Anbaugebieten der Welt werden die Oliven zur gewinnung von Olivenöl zwischen November und Januar geerntet.

Es gibt sicherlich viele nationale und auch regionale Olivenöl-Wettbewerbe in allen wichtigen produzierenden Ländern. Da diese aber einen lokalen Fokus aufgrund der Tatsache, dass nicht in jedem größeren Olivenöl produzierendes Land ein nationaler Wettbewerb durchgeführt wird, konnten diese Ergebnisse nicht im internationalen Ranking berücksichtigt werden.

Nachfolgend nun die Gewinner, welche die Organisation „World’s Best Olive Oils“ (Punkteschema als PDF) publiziert und sich aus den Ergebnissen der insgesamt 7 führenden internationalen Wettbewerbe für „Extra Virgin Olive Oil“ (zu Deutsch: Natives Olivenöl Extra) ergeben. Zu den Wettbewerben zählen: Mario Solinas Award – COI/IOC, Ovibeja, Leone D’Oro, Sol D’Oro, SIAL Olive D’Or, Evooleum EVOO Awards und ArgOliva.

Update: Vorabinformationen zum Thema: » Bestes Ölivenöl der Welt 2019
» Gewinner 2018 (WBOO) Neu: Gewinner Bio-Olivenöle (WBOO) und meine persönlichen Olivenöl-Favoriten für die Saison 2017 / 2018.

Die Top 3 bestes Olivenöl der Welt 2017 / 2018

Platz 1: Knolive Epicure Amazon / Ctra. A-339, Km.23 14800 Priego de Córdoba, Andalucía, España

Platz 2: Rincon de la Subbetica Hojiblanco Amazon / Almazaras de la Subbetica SCA / Spanien, Andalusien

Platz 3: Olivenöl Oliveira da Serra / Portugal Amazon / Lagar do Marmelo

Neu: Bestes Bio-Olivenöl der Welt – 2017 / 2018

Platz 1: Rincon de la Subbetica Hojiblanco Amazon / Almazaras de la Subbetica SCA / Spanien, Andalusien

Platz 2: Abbae de Queiles Amazon / Hacienda Queiles / Spanien, Navarra

Platz 3: Oro del Desierto Coupage Organic Amazon / Rafael Alonso Aguilera S.L. / Spanien, Andalusien

Neu: Meine persönlichen Olivenöl-Favoriten für die Saison 2017 / 2018

Ein gutes Olivenöl ist immer auch ein spannendes Genuss- und Geschmackserlebnis. Je nach Olivensorte schmeckt und riecht es zu Beginn der Erntezeit eher noch grünlich mit Facetten von frisch geschnittenem Gras, frischer Avocado, Blattsalat oder Artischocke. Bei etwas reiferen Oliven kommen süßere Noten dazu wie reife Tomate, Banane, Nüsse oder Mandel. Letztendlich muss jeder für sich selbst entscheiden, welches Olivenöl am besten schmeckt – einfach probieren, gerne auch mal die Sorten wechseln! Mehr denn je gilt: Abwechslung stärkt den Appetit!

Mein persönlicher Platz 1: Finca la Torre, Selección Hojiblanca Amazon / Camino Finca La Torre S/N 29540 Bobadilla, Málaga, España / Video: Streben von „Finca la Torre“ nach Perfektion

Mein persönlicher Platz 2: Rincon de la Subbetica Hojiblanco Amazon / Almazaras de la Subbetica SCA / Spanien, Andalusien

Mein persönlicher Platz 3: Knolive Epicure Amazon / Ctra. A-339, Km.23 14800 Priego de Córdoba, Andalucía, España

5 Dinge, die du über Olivenöl wissen solltest:

1. Olivenöl gehört zu den gesündesten Ölen überhaupt und passt zu fast allen Gerichten – kein Wunder also, dass es bei uns Deutschen nach wie vor die Nummer eins ist.

2. Vergiss die weit verbreiteten Verkaufsargumente „kaltgepresst“ oder „erste Pressung“. Sie sagen rein gar nichts aus, da heute weder Heißpressung noch eine zweite oder dritte Pressung üblich sind. Es gibt einige Werte, die viel wichtiger sind: der Gehalt an Polyphenolen zum Beispiel. Mindestens 500 Milligramm pro Kilogramm der sekundären Pflanzenstoffe sollten enthalten sein. Je mehr, desto gesünder und aromatischer ist natürlich das Olivenöl.

3. Polyphenole sorgen auch für den feinen Duft nach frischem Grasschnitt, Artischocken oder Pfeffer. Auch den scharfen, leicht bitteren Abgang haben nur echte Spitzenöle, weil die Oliven unreif geerntet werden. Grün leuchten muß es – eine dunkelgelbe Farbe weist auf fortgeschrittene Oxidation hin.

4. Geöffnetes Olivenöl solltest du innerhalb von zwei Monaten verbrauchen, denn dann verliert selbst das beste Öl an Aromenvielfalt und gesundheitsförderlicher Wirkungen. Bewahre Olivenöl dunkel und küh, optimal sind 16 bis 18 Grad.

5. Olivenöl kann auch zum Braten verwendet werden. Dabei bleiben dank seines niedrigen Gehalts an freien Fettsäuren die gesunden Inhaltsstoffe erhalten. Achte aber darauf, es nicht über 180 Grad zu erhitzen.

Olivenöl Güteklassen

Kategorie 1 / Natives Olivenöl Extra: Direkt aus Oliven ausschließlich mit mechanischen Verfahren ohne Wärmeeinwirkung unter 40 °C gewonnen / Säuregehalt ≤ 0,8 %, ohne sensorische Fehler, für den Verzehr geeignet.

Kategorie 2 / Natives Olivenöl: Direkt aus Oliven ausschließlich mit mechanischen Verfahren ohne Wärmeeinwirkung unter 40 °C gewonnen / Säuregehalt ≤ 2 %, leichte Fehler, für den Verzehr geeignet.

Kategorie 3 / Lampantöl: Säuregehalt > 2 %, deutlich fehlerhaft und darf nicht an Verbraucher abgegeben, sondern muss raffiniert werden.

Kategorie 4 / Raffiniertes Olivenöl: Säuregehalt ≤ 0,3 %, typische Geschmacks- und Geruchsanteile des Olivenöls fehlen; darf nicht an Verbraucher abgegeben, sondern muss zu „Olivenöl“ (Kategorie 5) verarbeitet werden.

Kategorie 5 / Olivenöl: Mischungen aus raffiniertem Olivenöl (Kategorie 4) mit nativem Olivenöl der Kategorien 1 oder 2. / Säuregehalt ≤ 1 %, Das Mischungsverhältnis ist nicht vorgeschrieben, so dass der Anteil an nativem Olivenöl 1–99 % betragen kann. Je höher der Anteil an nativem Olivenöl, desto intensiver ist der Geschmack.

Gutes Olivenöl ist schmackhaft, gesund und bestens geeignet zum mediterranen Kochen und Braten. Jeder Italiener verbraucht im Jahr ca. 10 bis 12 Liter Olivenöl pro Jahr (das schaffe ich mittlerweile auch), Griechen sogar 15 Liter. Eine neue Erkenntnis ist das nicht, denn die meisten Olivenanbaugebiete liegen im mediterranen Raum zwischen den kanarischen Inseln und der Ägäis. Wir deutschen verbrauchen pro Jahr „leider“ nur 1 Liter Olivenöl im Jahr.

Wie probiert man gutes Olivenöl?

Benötigt werden dazu ein kleines Glas, am besten ein sogenanntes „Nosing-Glas“, und natürlich Olivenöl. Vor allem Morgens, Vormittags gibt es Perioden optimaler Wahrnehmung von Geschmack und Geruch. Man sollte mindestens eine Stunde vor der Verkostung keine Nahrung zu sich nehmen. Aroma und Geschmack der Öle kann direkt oder retronasal wahrgenommen werden. Um die ideale Testtemperatur von 28 Grad zu erreichen, erwärme das Glas mit den Handfläche deiner Hände. Zwischen jeder Verkostung, um den Geschmack der vorherigen Probe zu entfernen, iss ein Stück Apfel oder trinke Schluck Wasser (mit Zimmertemperatur).

Warum gibt es grüne und schwarze Oliven?

Jede Olive ist zunächst grün und entwickelt sich im Laufe des Reifeprozesses über violett bis dunkel-violett, bis hin zu schwarz. Grundsätzlich gilt: dass die Oliven dann erntereif sind, wenn ihr Grün ins Violett übergeht. In vielen Regionen werden Oliven bereits in grünem Zustand geerntet. Das daraus gewonnene Olivenöl schmeckt frisch, fruchtig, scharf und kräftig. Ganz mein Geschmack!

Kann man Olivenöl erhitzen?

Klar, du kannst die Güteklasse „nativ extra“ bis zu 180°C erhitzen. Wird’s heißer, geht das Olivenöl in Rauch auf – kurz um, nicht so toll.

Wie lange ist Olivenöl eigentlich haltbar?

Aufgrund seiner Fettzusammensetzung ist Olivenöl, bei richtiger Lagerung (dunkel/kühl), relativ lange (bis zu 18 Monaten) haltbar. Angebrochene Olivenöle sollten aber innerhalb von 2 Monaten aufgebraucht werden.

In 2017 kamen zwei der besten Olivenöle der Welt, wie bereits im Vorjahr, aus Spanien. Platz zwei holte sich die Ölmühle „Paolo Bonomelli Boutique Olive Farm“ aus Italien.

Die aktuelle top 50 „World’s Best Olive Oils (WBOO)“ Liste findest du hier.

Links zu einigen Herstellern der Top 3: Knolive Oils, Almazaras de la Subbetica, Hacienda Queiles, Oro del Desierto

Neues Jahr, neues Glück: Bestes Ölivenöl der Welt 2019 (WBOO)

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