Bestes Olivenöl der Welt – 2018

Alle Jahre wieder – in den Wochen der Erntezeit sind die Familien, meist unterstützt durch Verwandte oder auch saisonale Erntehelfer, jeden Tag bei ihren Bäumen in den Olivenhainen. Der beste Zeitpunkt für die Olivenernte liegt, je nach dem gewünschten Charakter, im Herbst bis in den Winter hinein. In den meisten Anbaugebieten der Welt werden die Oliven zur gewinnung von Olivenöl zwischen November und Januar geerntet. Die Gewinner für 2018 stehen daher noch nicht fest!

In 2017 kamen zwei der besten Olivenöle der Welt, wie bereits im Vorjahr, aus Spanien. Platz zwei holte sich die Ölmühle „Paolo Bonomelli Boutique Olive Farm“ aus Italien.

Wer hochwertiges Olivenöl Amazon kaufen möchte, sollte auf die Bezeichnung „nativ extra“ achten. Denn es unterliegt besonderen Geschmacks- und Geruchsvorgaben, worauf ich am Ende der Seite noch einmal kurz eingehe. Diese wiederum hängen mit der Verarbeitung der Oliven zusammen. Wenn sie innerhalb von zehn Stunden nach der Ernte gepresst werden, ist das gut. Ideal ist, wenn sie binnen vier bis acht Stunden zur Mühle kommen, unter vier Stunden ist es absolute Spitzenklasse. Je reifer die Oliven, desto weicher fällt das Olivenöl aus. Grundsätzlich aber sollte gutes Olivenöl eine grasige Note haben, wunderbar frisch im Geschmack sein und im Abgang eine gewisse Schärfe aufweisen.

Es gibt sicherlich viele nationale und auch regionale Olivenöl-Wettbewerbe in allen wichtigen produzierenden Ländern. Da diese aber einen lokalen Fokus aufgrund der Tatsache, dass nicht in jedem größeren Olivenöl produzierendes Land ein nationaler Wettbewerb durchgeführt wird, konnten diese Ergebnisse nicht im internationalen Ranking berücksichtigt werden.

Die Top 3 bestes Olivenöl der Welt 2017 / 2018

Sobald die Gewinner durch „worldsbestoliveoils.org“ ermittelt wurden – kannst du es hier erfahren.

5 Dinge, die du über Olivenöl wissen solltest:

1. Olivenöl gehört zu den gesündesten Ölen überhaupt und passt zu fast allen Gerichten – kein Wunder also, dass es bei uns Deutschen nach wie vor die Nummer eins ist.

2. Vergiss die weit verbreiteten Verkaufsargumente „kaltgepresst“ oder „erste Pressung“. Sie sagen rein gar nichts aus, da heute weder Heißpressung noch eine zweite oder dritte Pressung üblich sind. Es gibt einige Werte, die viel wichtiger sind: der Gehalt an Polyphenolen zum Beispiel. Mindestens 500 Milligramm pro Kilogramm der sekundären Pflanzenstoffe sollten enthalten sein. Je mehr, desto gesünder und aromatischer ist natürlich das Olivenöl.

3. Polyphenole sorgen auch für den feinen Duft nach frischem Grasschnitt, Artischocken oder Pfeffer. Auch den scharfen, leicht bitteren Abgang haben nur echte Spitzenöle, weil die Oliven unreif geerntet werden. Grün leuchten muß es – eine dunkelgelbe Farbe weist auf fortgeschrittene Oxidation hin.

4. Geöffnetes Olivenöl solltest du innerhalb von zwei Monaten verbrauchen, denn dann verliert selbst das beste Öl an Aromenvielfalt und gesundheitsförderlicher Wirkungen. Bewahre Olivenöl dunkel und küh, optimal sind 16 bis 18 Grad.

5. Olivenöl kann auch zum Braten verwendet werden. Dabei bleiben dank seines niedrigen Gehalts an freien Fettsäuren die gesunden Inhaltsstoffe erhalten. Achte aber darauf, es nicht über 180 Grad zu erhitzen.

Olivenöl Güteklassen

Kategorie 1 / Natives Olivenöl Extra: Direkt aus Oliven ausschließlich mit mechanischen Verfahren ohne Wärmeeinwirkung unter 40 °C gewonnen / Säuregehalt ≤ 0,8 %, ohne sensorische Fehler, für den Verzehr geeignet.

Kategorie 2 / Natives Olivenöl: Direkt aus Oliven ausschließlich mit mechanischen Verfahren ohne Wärmeeinwirkung unter 40 °C gewonnen / Säuregehalt ≤ 2 %, leichte Fehler, für den Verzehr geeignet.

Kategorie 3 / Lampantöl: Säuregehalt > 2 %, deutlich fehlerhaft und darf nicht an Verbraucher abgegeben, sondern muss raffiniert werden.

Kategorie 4 / Raffiniertes Olivenöl: Säuregehalt ≤ 0,3 %, typische Geschmacks- und Geruchsanteile des Olivenöls fehlen; darf nicht an Verbraucher abgegeben, sondern muss zu „Olivenöl“ (Kategorie 5) verarbeitet werden.

Kategorie 5 / Olivenöl: Mischungen aus raffiniertem Olivenöl (Kategorie 4) mit nativem Olivenöl der Kategorien 1 oder 2. / Säuregehalt ≤ 1 %, Das Mischungsverhältnis ist nicht vorgeschrieben, so dass der Anteil an nativem Olivenöl 1–99 % betragen kann. Je höher der Anteil an nativem Olivenöl, desto intensiver ist der Geschmack.

Gutes Olivenöl ist schmackhaft, gesund und bestens geeignet zum mediterranen Kochen und Braten. Jeder Italiener verbraucht im Jahr ca. 10 bis 12 Liter Olivenöl pro Jahr (das schaffe ich mittlerweile auch), Griechen sogar 15 Liter. Eine neue Erkenntnis ist das nicht, denn die meisten Olivenanbaugebiete liegen im mediterranen Raum zwischen den kanarischen Inseln und der Ägäis. Wir deutschen verbrauchen pro Jahr „leider“ nur 1 Liter Olivenöl im Jahr.

Wie probiert man gutes Olivenöl?

Benötigt werden dazu ein kleines Glas, am besten ein sogenanntes „Nosing-Glas“, und natürlich Olivenöl. Vor allem Morgens, Vormittags gibt es Perioden optimaler Wahrnehmung von Geschmack und Geruch. Man sollte mindestens eine Stunde vor der Verkostung keine Nahrung zu sich nehmen. Aroma und Geschmack der Öle kann direkt oder retronasal wahrgenommen werden. Um die ideale Testtemperatur von 28 Grad zu erreichen, erwärme das Glas mit den Handfläche deiner Hände. Zwischen jeder Verkostung, um den Geschmack der vorherigen Probe zu entfernen, iss ein Stück Apfel oder trinke Schluck Wasser (mit Zimmertemperatur).

Warum gibt es grüne und schwarze Oliven?

Jede Olive ist zunächst grün und entwickelt sich im Laufe des Reifeprozesses über violett bis dunkel-violett, bis hin zu schwarz. Grundsätzlich gilt: dass die Oliven dann erntereif sind, wenn ihr Grün ins Violett übergeht. In vielen Regionen werden Oliven bereits in grünem Zustand geerntet. Das daraus gewonnene Olivenöl schmeckt frisch, fruchtig, scharf und kräftig. Ganz mein Geschmack!

Kann man Olivenöl erhitzen?

Klar, du kannst die Güteklasse „nativ extra“ bis zu 180°C erhitzen. Wird’s heißer, geht das Olivenöl in Rauch auf – kurz um, nicht so toll.

Wie lange ist Olivenöl eigentlich haltbar?

Aufgrund seiner Fettzusammensetzung ist Olivenöl, bei richtiger Lagerung (dunkel/kühl), relativ lange (bis zu 18 Monaten) haltbar. Angebrochene Olivenöle sollten aber innerhalb von 2 Monaten aufgebraucht werden.

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