Bärlauch: Nützliche Tipps und 3 einfache Rezepte

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Bärlauch ist erst in den letzten Jahren populär geworden und jedes Jahr, im Frühling, ein Renner in der Küche. Das aromatische Saisonkraut solltest du auf keinen Fall verpassen, denn damit lassen sich leckere und einfache Gerichte kreieren. An geschützten Standorten spitzt Bärlauch bereits im März aus dem Schnee.

Bärlauch ist eine Frühlingspflanze: Die beste Erntezeit ist von März bis April, vor der Blüte. Der Bärlauch ist eine Pflanzenart aus der Gattung Allium und somit verwandt mit Zwiebel, Schnittlauch und Knoblauch. Bärlauch wird auch in manchen Gegenden Knoblauchspinat, wilder Knoblauch, Waldknoblauch, Rinsenknoblauch, Hundsknoblauch, Hexenzwiebel oder Zigeunerlauch genannt. Er wird meist für Frühjahrssalate und milde Knoblauchwürze gesammelt und am besten frisch verwendet.

Übrigens tragen Ameisen die kleinen schwarzen Samen hinfort und sichern somit die Weiterverbreitung dieser wertvollen Pflanze. Bärlauch ist im frischen Zustand am wirksamsten, also im Frühling oder das Jahr über in Form von Säften. Bärlauch sollte nur frisch verwendet werden, da er beim trocknen seine Wirkstoffe völlig verliert.

Der Kräuter-Pfarrer Künzle (* 3. September 1857 in Hinterespen bei St. Gallen; † 9. Januar 1945 in Zizers) schrieb einst über den Bärlauch: „…wohl kein Kraut der Erde ist so wirksam zur Reinigung von Magen, Gedärmen und Blut wie der Bärlauch. Ewig kränkelnde Leute, mit Flechten, Eissen und Ausschlägen versehen, die Unterentwickelten, Bleichsüchtigen und Magersüchtigen sollten den Bärlauch verehren als Gold! Die jungen Leute würden aufblühen wie Rosenspalier und aufgehen wie Tannzapfen an der Sonne.“

Bärlauch sammeln: Vorsicht! Verwechslungsgefahr mit Giftpflanzen

Trotz der leichten Identifikation durch den typischen Geruch, der beim Reiben der Blätter entsteht, wird Bärlauch beim Sammeln immer wieder mit den giftigen Blättern des Maiglöckchens, der Herbstzeitlose oder den meist ungefleckten Blättern jüngerer Pflanzen des Gefleckten Aronstabs verwechselt. Diese drei ähnlichen Pflanzen sind äußerst giftig und es kommt immer wieder zu teils tödlichen Vergiftungen. Also Vorsicht! So muss man Bärlauch beim Sammeln genau überprüfen, und vor allem: an ihm riechen: Maiglöckchenblätter riechen nicht! Denn Bärlauch riecht deutlich nach Knoblauch! Die Blätter sind dünner, zarter als die von Maiglöckchen, auch empfindlicher gegen Druck.

Rezept: Avocado Bärlauch-Creme

Folgendes solltest du dafür im Hause haben: 1 reife Avocado, 1 Bund frischen Bärlauch, 1 Esslöffel Pinienkerne, 1/2 Esslöffel Haselnussöl (o.ä), 2 Esslöffel Zitronensaft, etwas Salz und Pfeffer.

Zubereitet wird wie folgt: Die Avocado längs halbieren, Hälften auseinander drehen und den Kern mit dem „Messertrick“ entfernen. Die Hälften der Avocado „auslöffeln“ und mit der Gabel zerdrücken. Bärlauch waschen, trockenschleudern und fein hacken. Pinienkerne kurz in einer Pfanne Pfanne anrösten, und danach in kleine Stücke hacken. Avocado mit Bärlauch, Pinienkernen, Zitronensaft und Öl mischen und mit Salz und Pfeffer abschmecken. Fertig. Tipp: du kannst auch einen Becher Hüttenkäse bzw. körnigen Frischkäse unter die Creme heben – super lecker.

Rezept: Bärlauch-Pesto

Folgendes solltest du dafür im Hause haben: 1 Bund frischen Bärlauch, 50 g Pinienkerne, 50 ml gutes Olivenöl (evtl. ein bisschen mehr), 50 g guten, geriebenen Parmesan, eine Pfeffermühle Pfeffermühle und etwas Salz.

Zubereitet wird wie folgt: Bärlauch entstielen und klein schneiden. Mit vorab in einer Pfanne leicht gerösteten Pinienkernen und dem guten Olivenöl mit einem Stabmixer Stabmixer pürieren, bis eine gleichmässige Masse entsteht. Parmesan unterheben und mit etwas Salz und Pfeffer abschmecken. In Gläsern gut verschlossen im Kühlschrank hält sich das Bärlauch-Pesto ca. 1-2 Wochen, in der Gefriertruhe ca. 3-4 Monate.

Rezept: Bärlauch-Suppe

Folgendes solltest du für 4 Portionen im Hause haben: 200 g frischen Bärlauch, 1 EL Öl, 1 Zwiebel (fein gehackt), 1 Möhre (zerkleinert), 1 mittlere Kartoffel (gewürfelt), 50 g Weißwein (trocken), 1 l Gemüsebouillon, 100 ml Rahm, Salz und Pfeffer.

Zubereitet wird wie folgt: Den Bärlauch gründlich waschen, Stiele entfernen und gut abtropfen lassen. Knoblauch Zwiebeln und Bärlauch im Öl dünsten, Möhre und Kartoffelstücken zugeben und ebenfals dünsten. Das ganze mit Weißwein ablöschen, etwas reduzieren lassen. Die Gemüsebouillon dazugeben, aufkochen und auf kleiner „Flamme“ 10 – 15 Minuten köcheln lassen, bis das Gemüse gar ist. Die Suppe vorsichtig mit einem Stabmixer pürieren. Nun den geschlagenen Rahm unterheben und abschmecken. Tipp: In feine Streifen geschnittene Bärlauchblätter über die Suppe streuen. Fertig.

Buchtipps zum Thema Bärlauch, essbare Wildpflanzen und Kräuterkunde

Enzyklopädie essbare Wildpflanzen. 2000 Pflanzen Mitteleuropas. Bestimmung, Sammeltipps, Inhaltsstoffe, Heilwirkung, Verwendung in der KücheEnzyklopädie essbare Wildpflanzen. 2000 Pflanzen Mitteleuropas. Bestimmung, Sammeltipps, Inhaltsstoffe, Heilwirkung, Verwendung in der Küche Enzyklopädie essbare Wildpflanzen. 2000 Pflanzen Mitteleuropas. Bestimmung, Sammeltipps, Inhaltsstoffe, Heilwirkung, Verwendung in der Küche

Auszug aus der Buchbeschreibung: „Wildpflanzen sicherten über Jahrtausende das Überleben der Menschen. Heute erleben sie eine Renaissance und finden dank der Vielfalt und Intensität ihrer Aromen Zugang in die Küche der Spitzenköche. Mit ihrem Reichtum an Vitaminen, Mineralstoffen und Spurenelementen sind sie gesundheitlich wertvoll und Kulturgemüsen weit überlegen. Das Buch beschreibt über 2000 Pflanzenarten Mitteleuropas, die jemals in der Ernährung Verwendung fanden. Die Autoren werten sämtliche aktuell zugängliche Untersuchungen, Recherchen und Erfahrungen aus. Geordnet nach ihrer Blattform wird jede Pflanzenart beschrieben nach Vorkommen, Blütezeit und Verwendung in der Ernährung mit detaillierten Hinweisen zur Zubereitung. In jedem Pflanzenporträt werden die derzeit bekannten Inhaltsstoffe und Heilwirkungen aufgelistet und erläutert sowie Verwechslungsgefahren und Wirkungen toxischer Bestandteile genannt. Angaben zu Gefährdung und Seltenheit sind farblich hervorgehoben. Mit rund 650 erstklassigen Farbfotos und 450 Pflanzenzeichnungen zum leichten Bestimmen. Das Standardwerk vollständig aktualisiert: jetzt noch umfassender und praktischer im Gebrauch. Neu: Mit Bestimmungsschlüssel nach Blattformen Neu: Extra-Teil über Giftpflanzen, verwechselbare essbare Pflanzen und Unterscheidungsmerkmale.“


Essbare Wildpflanzen Ausgabe: 200 Arten bestimmen und verwendenEssbare Wildpflanzen Ausgabe: 200 Arten bestimmen und verwenden Essbare Wildpflanzen Ausgabe: 200 Arten bestimmen und verwenden

Auszug aus der Buchbeschreibung: „Die 200 häufigsten essbaren Wildpflanzen: zu jeder Pflanze die grundlegenden botanischen Angaben sowie die wichtigsten Erkennungsmerkmale in detaillierten Illustrationen und Farbfotos. Dazu kommen Angaben, welche Pflanzenteile wann geerntet und wie sie in der Küche verwendet werden können. Mit Informationen über Inhaltsstoffe und ihre gesundheitlichen Wirkungen sowie der Beschreibung giftiger Pflanzen, mit denen eine Verwechslungsgefahr besteht. Die Aktualisierungen und Ergänzungen in der Neuausgabe: Größtenteils neue Fotos, die das Bestimmen noch leichter machen. Bestimmungshilfe nach Blütenfarbe. Verzeichnisse nach Inhaltsstoffen, besonderen kulinarischen Verwendungen und medizinischen Indikationen“


Chrut und Uchrut: Der Klassiker der Kräuterheilkunde, aktualisiert und erweitert von Peter Oppliger Chrut und Uchrut: Der Klassiker der Kräuterheilkunde, aktualisiert und erweitert von Peter Oppliger Chrut und Uchrut: Der Klassiker der Kräuterheilkunde, aktualisiert und erweitert von Peter Oppliger

Auszug aus der Buchbeschreibung: „Generationen von Menschen war das 1911 erstmals erschienene und seither mehrere Sprachen übersetzte und in über zwei Millionen Exemplaren verbreitete „Chrut und Uchrut“ ein zuverlässiger Begleiter. Auf der Grundlage seiner tiefen Naturverbundenheit, seines grossen Pflanzenwissens und seiner langjährigen heilkundlichen Erfahrung gibt der legendäre Kräuterpfarrer Johann Künzle darin sein Wissen über die bewährtesten Heilpflanzen und ihre Anwendung wieder. Diese Neuausgabe eines Klassikers der Pflanzenheilkunde vermittelt Laien wie Fachleuten eine fundierte Einführung in die einheimischen Heilpflanzen und deren Anwendung. Eine wertvolle Ergänzung zur modernen Naturheilkunde.“


Meine Heilpflanzen: Mit einem Vorwort von Dr. Wolf-Dieter StorlMeine Heilpflanzen: Mit einem Vorwort von Dr. Wolf-Dieter Storl Meine Heilpflanzen: Mit einem Vorwort von Dr. Wolf-Dieter Storl

Auszug aus der Buchbeschreibung: „Überblicksmäßig die Summe aller Erkenntnisse Maria Trebens über Wildpflanzen und ihre Heilwirkungen Das Interesse an Heilpflanzen und die Anerkennung ihrer gesundheitsfördernden Wirkungen sind in unserer heutigen Zeit wieder groß in Mode. Maria Treben hat die Bedeutung der oft unscheinbar am Wegesrand blühenden Kräuter und Pflanzen schon in ihrer Jugend erkannt. Durch ihre Begegnung mit dem Biologen Richard Willfort in den 60-er Jahren wurden die Heilkräuter endgültig zum Mittelpunkt ihres Lebens. Als Pionierin der Kräuterheilkunde hat sie sich ihren Platz in der Geschichte erobert. Das vorliegende neue Treben-Buch gibt einen Überblick über sämtliche von Maria Treben beschriebenen Heilpflanzen und deren von ihr selbst und vielen anderen erprobten und bewiesenen Heilwirkungen. Schnell und leicht fassbar werden die Eigenschaften der Kräuter wie Aussehen, Blütezeit, Standort etc. beschrieben und in der Folge die Summe aller ihrer Erkenntnisse über deren Heilwirkungen und Anwendungsmöglichkeiten überblicksmäßig dargestellt.“


Das Grosse Buch der Westlichen Kräuter aus Sicht der Traditionellen Chinesischen MedizinDas Grosse Buch der Westlichen Kräuter aus Sicht der Traditionellen Chinesischen Medizin Das Grosse Buch der Westlichen Kräuter aus Sicht der Traditionellen Chinesischen Medizin

Auszug aus der Buchbeschreibung: „Ungefähr 230 Kräuter – wie z.B. Rosmarin, Basilikum, Frauenmantel, Erdrauch, Löwenzahn, etc., werden beschrieben. Bei jedem Kraut werden neben dem deutschen Namen auch der pharmazeutische, botanische und englische Name angeführt. Danach finden Sie eine Beschreibung der verwendeten Teile, von Geschmack, thermischer Wirkung, Organzuordnung, Dosierung, sowie eine detaillierte Beschreibung der Funktionen sowie die individuellen Anwendungsgebiete der jeweiligen Kräuter.“


Die Kräuter-Liesel: 300 Heil- und Gewürzkräuter anbauen und anwendenDie Kräuter-Liesel: 300 Heil- und Gewürzkräuter anbauen und anwenden Die Kräuter-Liesel: 300 Heil- und Gewürzkräuter anbauen und anwenden

Auszug aus der Buchbeschreibung: „Kräuter für die Küche und die Gesundheit – Liesel Malm, die Kräuter-Liesel, weiß alles darüber und hat ihre jahrzehntelange Erfahrung in diesem Buch zusammengeführt. Opulent bebildert, erfährt der Leser, wie und wo man die Kräuter anbaut, welche Wirkungen sie haben und was für köstliche Gerichte man damit zubereiten kann.“


Das große Buch der Heilpflanzen: Gesund durch die Heilkräfte der NaturDas große Buch der Heilpflanzen: Gesund durch die Heilkräfte der Natur Das große Buch der Heilpflanzen: Gesund durch die Heilkräfte der Natur

Auszug aus der Buchbeschreibung: „Der große Pahlow – das Standardwerk der Heilpflanzen Wissenswertes über 400 einheimische und fremdländische Heilpflanzen, ihre Inhaltsstoffe und Heilwirkung. Rezepte für Tees und Tinkturen, Anwendungsvorschläge für Bäder, Umschläge, Inhalationen. Heilpflanzen in der Homöopathie, ihre Anwendung und Dosierung.“

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