Raclette Ideen: Tipps und 3 einfache Rezepte

Raclette Ideen

Foto: Tiagozr

Raclette ist heute ein typisches Gesellschaftsessen. Früher hat man das Raclette an einem offenen Feuer gemacht, heute gibt es dafür recht praktische Racletteöfen. Was ist eigentlich Raclette? Raclette ist ein schweizerisches Gericht, bei dem man einen bestimmten Käse, den Raclettekäse, am offenen Feuer schmelzen lässt und die weich gewordene Masse nach und nach auf einen Teller abstreift. Die älteste Beschreibung einer Art Raclette Raclette ist vom Walliser Arzt Gaspard Ambüel – genannt Collinus – und ist 1574 in „Vallesiae Descriptio“ vom Theologe Josias Simmler erwähnt worden. Heißt das nun „die Raclette“ oder „das Raclette“ – beides ist erlaubt. Es gibt viele Geschichten um die Entstehung dieser Urform des Käsefondue Käsefondue. Ob ein Walliser Bauer seinen Käselaib am offenen Kamin liegenlassen hat und dieser dann zu schmelzen begann, oder ob das Dach eines Vorratsraumes abbrannte, in welchem sich Käse befand – das wird uns wohl verborgen bleiben.

Was ist ein Racletteofen?

Racletteofen

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Racletteofen Racletteofen bei diesem Ofen handelt es sich um ein Gerät, in das ein halbierter Käselaib von circa 2,5 kg gestellt werden kann. Durch eine nach oben und unten verstellbare Schiene lässt sich die Schnittfläche je nach Bedarf näher oder weiter an die oben angebrachten Grillstäbe schieben. Beheizt wird dieser Ofen entweder durch elektrische Hitze oder durch Holzkohle. Mit Hilfe eines eines Spatels , dem Wischer (franz. Raclette), lässt sich der geschmolzene Käse abschaben. Der Käse wird dann mit Pfeffer und Muskat gewürzt – und über frische Pellkartoffeln gegeben. Die Beilagen sind Bündner Fleisch, Hartwurst, roher oder gekochter Schinken, Perlzwiebeln und natürlich ein frisches Laib Bauernbrot. Dazu wird ein Fendant getrunken! Der Fendant wird in erster Linie als Aperowein geschätzt und passt hervorragend zum Raclette.

Von Genießern, die gern in Gesellschaft essen, wurde dann der Raclettegrill Raclettegrill erfunden. Jeder Gast stellt sich am Tisch sein Pfännchen selbst zusammen: Entweder nur den Käse hineinlegen und im Raclette schmelzen lassen, oder zuerst Schinken oder Salami hineinlegen und mit dem Käse überbacken. Auf einem Teller über die gepellten Kartoffeln geben, mit Salz, Pfeffer und eventuell frisch durchgedrücktem Knoblauch würzen. Dazu kannst du ganz nach Belieben servieren: Mixed Pickles, Cornichons, schwarze oder grüne Oliven, Peperocini, Blattsalate mit einer Vinaigrette oder eben frische Rohkostsalate mit einem selbstgemachten Joghurtdressing. Lecker ist auch folgende, einfache Kombination: Fein geschnittener Schinkenspeck und feingehackte Zwiebeln ins Pfännchen legen und mit Käse überbacken. Zum Abschluß läßt sich mit Obst ein kleines, leckeres Dessert zaubern: 2 Bananen oder Birnen in Scheiben schneiden, portionsweise ins Pfännchen geben und mit Käse überbacken.

Wer einen Lagefeuer brennen hat, kann sich an einem Lagerfeuer-Raclette erfreuen: Aus ein paar alten Ziegelsteinen lässt sich prima ein einfacher Raclettegrill basteln. Die Ziegelsteine werden in Hufeisenform nahe dem Lagerfeuer aufgestellt und das Innere mit glühender Glut gefüllt. Die Käsehälften werden nun auf die Ziegelsteine gestellt. Durch die Hitze der Glut schmilzt der Käse und kann mit einer Spatel abgeschabt werden. Grillkartoffeln und Fendant dazu – fertig! Das Originalraclette wird mit den Schweizer Bergkäse Bergkäsesorten aus dem Wallis zubereitet, z.B. aus Conches, Bagnes, Goms, Anniviers, Orsieres – und so weiter. Folgende Käsesorten sind aber auch dazu gut geeignet: Appenzeller, Emmentaler und Tilsiter. Aber auch einen reifen Gouda oder einen Greyerzer eignen sich als Raclettekäse.

Rezept: Raclette mit Feigen

Für ca. 4 Personen solltest du folgendes im Hause haben: 8 frische Feigen, Portwein, 1 Zucchini, 200 g Bündner Fleisch, 200 g Edamer (oder anderen Käse) in dünnen Scheiben, Pfeffer und evtl. frisches Pizzabrot nach belieben.

Die Feigen waschen, abtrocknen, halbieren und mit etwas Portwein beträufeln. Nun die Zucchini waschen, abtrocknen, in dünne Scheiben schneiden
und zu den Feigen auf die Platte geben. Jetzt kannst du das Bündner Fleisch schön auf der Platte anrichten. Den Käse je nach Größe der Raclettepfännchen
zurechtschneiden und anrichten. Das Raclettegerät anheizen. Jetzt umwickle jede Feigenhälfte mit einer Scheibe Bündner Fleisch und lege sie in ein Pfännchen. Auf die Feigen je eine Zucchinischeibe legen, diese mit Käse bedecken, mit Pfeffer würzen und überbacken – bis der Käse schmilzt.

Rezept: Raclette mit Meeresfrüchten

Für ca. 4 Personen solltest du folgendes im Hause haben: 200 g frische oder tiefgekühlte Tintenfischringe, 200 g eingelegte Muscheln, 200 g frische Garnelen, 100 g Forellen-Kaviar, 200 g geräucherte Makrele, 1 Zitrone, 150 g Edamer (oder anderen Käse) am Stück, 2 frische Knoblauchzehen und 2 Frische Baguettes.

Die Tintenfischringe aus der Verpackung nehmen und auf einer Seite einer großen Platte gefällig anrichten – die Tintenfischringe tauen zwischenzeitlich auf, bis das Essen beginnt. Die Muscheln abtropfen lassen und zusammen mit den Garnelen ebenfalls auf der Platte anrichten. Die Makrele in etwa 5 cm große Stücke schneiden und zu den Meeresfrüchten auf die Platte legen. Den Käse in kleine Würfel schneiden oder grob reiben. Den frischen Knoblauch schälen, fein hacken, unter den Käse mischen und anrichten. Tipp: Die Baguettes in Scheiben schneiden und auf der Abdeckplatte des Raclette-Gerätes aufwärmen bzw. aufbacken. Jeder Gast füllt sein Schälchen mit einigen Ringen Tintenfisch, einigen Garnelen, Muscheln und Makrelenstücken. Über die Meeresfrüchte jeweils ein bis zwei Teelöffel vom geriebenen Käse streuen und diesen im Raclette-Gerät schmelzen lassen. Nun den Inhalt der Pfännchen auf kleine Teller geben und jede Portion mit etwas Kaviar und mit Baguette anrichten. Lecker!

Rezept: Roquefort-Raclette

Für ca. 4 Personen solltest du folgendes im Hause haben: 1 kg gekochte Pellkartoffeln, 1 Bund frischen Schnittlauch, 300 g Roquefortkäse, 100 g Crème fraîche, Pfeffer und gut 100 g Butter.

Die Kartoffeln pellen, in Scheiben schneiden und auf einer schönen Platte anrichten. Den Schnittlauch waschen, trocken schwenken und schneiden. Den Roquefort mit einer Gabel zerdrücken, mit der Crème fraîche und den Schnittlauch mischen und mit Pfeffer abschmecken. Die Butter schmelzen lassen und auf dem Raclette heiß halten. Bei Tisch jeweils etwas Butter in die Raclettepfännchen geben. Die Pfännchen dann mit Kartoffelscheiben auslegen, mit ungefähr 2 Esslöffeln Käsecreme bedecken und im Raclettegerät erhitzen, bis die Käsecreme zu bräunen beginnt. Fertig!

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