Rote Bete richtig zubereiten – ein gesundes, vielseitiges und beliebtes Wintergemüse.

Viele Jahre stand Rote Bete kulinarisch auf dem Abstellgleis. Seit wenigen Jahren aber erlebt dieses leckere Wintergemüse eine wahre Renaissance. Rote Bete ist fettarm, reich an Ballaststoffen und Antioxidantien, die freie Radikale in unserem Körper bekämpfen. Rote Bete hält eine geballte Ladung an wichtigen Inhaltsstoffen wie Vitamin-B, Kalium, Eisen, Kalium-, Eisen und vor allem Folsäure für unseren Körper bereit – somit ist Rote Bete ein gesundes Gemüse und reich an Vitaminen und Mineralstoffen.

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Die Rote Bete ist mit dem Mangold und der Zuckerrübe verwandt. Sie kam damals mit den Römern nach Mitteleuropa – ursprünglich kommt diese Kulturpflanze eigentlich aus dem Mittelmeerraum, wahrscheinlich aus Nordafrika. Sie stammt von der Wildbete oder der wilden Rübe ab. Übrigens: Die inzwischen gleichmäßige rote Farbe der Rübe ist ein Resultat der Weiterveredelung im 20. Jahrhundert. Diese Farbe beruht hauptsächlich auf der hohen Konzentration des Glykosids Betanin. Damals wurde Rote Bete auch als Färberpflanze eingesetzt. Das nicht gerade sehr hitzebeständige Betanin verwendet man als Naturfarbstoff für Lebensmittel (E162).

Da Rote Bete bekanntlich beim Zubereiten eine ziemliche Sauerei verursacht und alles rot einfärbt, solltest du die Hände vorher mit Speiseöl einreiben oder Einmalhandschuhe anziehen. Sollte doch mal was danebengehen, hilft Zitronensaft. Er entfernt die roten Flecken sicher von den Händen. Gibt es spritzer auf der Kleidung, sollte man zügig zu heißem Wasser und Seife greifen.

Inhaltsverzeichnis:

Wie bereitet man Rote Bete zu?

Gekochte Rote Bete: Zunächst gründlich unter Wasser abbürsten und anschließend ungeschält gut 1 Stunde in reichlich Wasser kochen. Tipp: Mit etwas Essig oder Zitronensaft im Kochwasser wird sie noch etwas aromatischer. Nach dem Garen in einer Schüssel mit kaltem Wasser abgeschreckt erleichtert das schälen. Schonender ist das Garen im Backofen: Bei ca. 180 Grad gute 50 Minuten auf Aluminiumfolie legen, danach schälen – fertig.

Kann man Rote Bete roh essen?

Kann man Rote Bete roh essen

Kann man! Besonders der Rote Bete Salat, mit etwas Meerrettich, ist hier ein gerngesehener Klassiker.

Man kann aus dieser Rübe auch ein wundervollens Roter Bete Carpaccio zaubern. Dabei wird die Rote Bete hauchdünn geschnitten und mit einer vornehmlich süßen Vinaigrette verfeinert. Wer sich etwa einmal die Woche Rote Bete gönnt und damit kein Problem hat, der kann das auch weiterhin tun. Übrigens: Alles was über 42°C erhitzt wird, gilt nicht mehr als Rohkost.

 

Gesundheitshinweis: Wegen des hohen Gehaltes an Oxalsäure sollten Kleinkinder und Menschen, die zur Bildung von Nierensteinen neigen, Rote Bete nur in Maßen genießen. Rote Bete ist leider ein Nitratsammler. Vorteilhaft ist daher, Rote Bete zusammen mit Vitamin-C-haltigen Lebensmitteln zum Beispiel mit frisch gepresstem Zitronensaft zuzubereiten, oder nach dem Essen einen Vitamin-C-haltigen Fruchtsaft zu trinken. So kann eine mögliche Umwandlung von Nitrat in krebserregendes Nitrosamin vermieden werden. Rote Bete in größeren Mengen verzehrt, kann sich der Urin über einen kurzen Zeitraum rötlich färben, was meist nach wenigen Tagen wieder vorüber und völlig harmlos ist.

Wie gesund ist Rote Bete Saft?

Wie gesund ist Rote Bete Saft?

Die Frage erübrigt sich. Rote Bete ist fettarm, reich an Ballaststoffen und Antioxidantien. Sie enthält wichtige Inhaltsstoffen wie Vitamin-B, Kalium, Eisen, Kalium-, Eisen und vor allem Folsäure. Frage beantwortet? Probier doch mal einen leckeren Rote Bete Saft – du wirst begeistert sein. Säubere die Rote Bete mit Wasser und einer Gemüsebürste. Sollte die Schale sehr hart sein, dann schäle sie mit einem Sparschäler (Handschuhe anziehen).

Nun in kleine Stücke schneiden, sodass sie in den Entsafter passt. Entsaften und zack – genießen. Tipp: Gib zum entsaften eine Möhre, einen Schuß Zitrone und oder ein paar Apfelstücke hinzu.

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Kann man Rote Bete einfrieren?

Ja – wichtig dabei ist aber, dass man die Rote Bete vor dem Einfrieren kocht. So kann man als dieses lecker Gemüse als Vorrat für den Winter einfrieren. In der Kühltruhe oder im Gefrierschrank, in guten Plastikdosen verpackt, hält sich Rote Bete gut 6 bis 7 Monate.

Was kann man mit Rote Bete Blätter machen?

Was kann man mit Rote Bete Blätter machen?

Klar, die Blätter der Rote Bete kan man natürlich auch verarbeiten. Einfach die Blätter waschen, trocknen und in dünne Streifen schneiden. Ein paar Schalotten oder Zwiebeln schälen, hacken und mit etwas gutem Olivenöl in einer Pfanne anschwitzen. Rote Bete Blätter zugeben und ein paar Minuten garen. Mit Salz und Pfeffer würzen, auf einem Teller anrichten.

Als Topping empfehle ich dir Walnüsse und nochmal einen Schuß gutes Olivenöl. Nach belieben kannst du zusätzlich gern ein oder zwei kleingeschnittene, hartgekochte Eier darüber geben. Tada! Fertig ist eine leckere, gesunde Mahlzeit.

Wie lange kann man Rote Bete lagern?

Meine Großeltern machten das damals wie folgt: Sie legten eine stabile Holzkiste mit Stroh aus, dann gaben sie ca. 5 bis 10 cm Sand darüber. Darauf wurden nun die Rote Bete gesetzt (Wurzeln nach unten zeigend). Nun wurden die Zwischenräume mit Sand ausgefüllt und on Top kam nochmal eine Lage Stroh. So lagerten sie damals Rote Bete in ihrem kühlen Keller. Somit hatten sie immer einen schönen Vorrat – den ganzen Winter über.

Rote Bete Salat

Rote Bete Salat

Zutaten für ca. 4 Personen:

– 1 Apfel
– 2-3 Rote-Bete
– 2 EL Rosinen

Zutaten für das Dressing:

– 1 kleine Banane
– 1/2 Bio Orange, Saft
– 1/2 Bio Zitrone, Saft
– 1 EL Sonnenblumenöl
– Salz
– Pfeffer

Rote Bete putzen, mit einem Sparschäler dünn schälen (Einmalhandschuhe anziehen), in große Stücke zerteilen und mit einer Reibe (mittelfein) raspeln. Apfel waschen, vierteln und das Kerngehäuse entfernen. Die Apfelviertel in kleine Würfel schneiden und zusammen mit den Rosinen unter die geraspelte Rote-Bete mischen. Orangensaft und Zitronensaft mischen. Die Banane schälen, mit der Gabel zerdrücken und zusammen mit dem Öl unter den Fruchtsaft rühren. Das Dressing mit Salz und frisch gemahlenem Pfeffer würzen und über den Salat geben. Den Salat anschließend noch einmal gründlich durchmengen, anrichten und fertig.

Rote Bete Suppe

Rote Bete Suppe

Zutaten für ca. 4 Personen:

– 1,5 kg Rote Bete
– 750ml Gemüsebrühe
– 2 Zwiebeln
– 30g Butter
– 150g saure Sahne
– Salz, Pfeffer
– 2 EL Zitronensaft
– 1 Bund Schnittlauch

Rote Bete in reichlich Salzwasser ca. 30 bis 40 Minuten garen. Zum einfachen Abkühlen in kaltes Wasser legen. Zwiebeln fein würfeln. Rote Bete abpellen (Einmalhandschuhe anziehen) und fein würfeln. 4 Esslöffel Rote Bete Würfel beiseite legen. Zwiebel und Rote Bete in Butter andünsten. Jetzt die Brühe auffüllen und ca. 10 Minuten zugedeckt köcheln lassen. Suppe mit einem Stabmixer pürieren. Die Hälfte der Sahne unterrühren, Suppe NICHT mehr aufkochen lassen. Mit Salz, Pfeffer und Zitronensaft abschmecken. Schnittlauch fein schneiden. Suppe auf Teller verteilen. Sahne, Schnittlauch und mit den beiseite gelegten 4 Esslöffel Rote Bete garnieren.

Borschtsch – Ukrainischer Eintopf mit Rote Bete

Borschtsch – Ukrainischer Eintopf mit Rote Bete

Zutaten für ca. 6 Personen:

– 2 Rote Bete
– 1 Möhre
– 50 g Weiße Bohnen
– 500 g Suppenfleisch vom Rind
– 1-2 Zwiebeln
– 2 EL Sonnenblumenöl
– 1 EL Essig
– 5 Kartoffeln
– 300 g Weißkohl
– 3 EL Saure Sahne
– 1 EL Tomatenmark
– 1/2 Bund Petersilie
– 1/2 Bund Dill
– 2 Lorbeerblätter
– Salz
– Pfeffer
– 2 TL Zucker

Weiche vorab die Bohnen über Nacht ein. Das Einweichwasser abgießen, Bohnen abspülen und mit dem in Würfel geschnittenen Suppenfleisch und den Lorbeerblättern in gut 2 l Wasser aufsetzen. Zum Kochen bringen und den Schaum abschöpfen. Etwas über eine Stunde auf kleiner Flamme köcheln lassen. Die Rote Bete schälen (Einmalhandschuhe anziehen), in dünne Streifen (streichholzdick) schneiden. Die Möhre putzen und grob raspeln. Die beiden Zwiebel schälen und grob hacken. Alles zusammen in dem Sonnenblumenöl etwa 10 Minuten schmoren, bis weich die Rote Bete ist. Nachdem die Bohnen und Fleisch gut eine Stunde gekocht haben, die geschälten und grob gewürfelten Kartoffeln dazugeben. Den Weißkohl in Streifen schneiden und nach weiteren 10 Min. zugeben.

Alles zusammen weitere 10 bis 15 Minuten kochen lassen. Tomatenmark und saure Sahne erhitzen und solange unter häufigem Rühren köcheln lassen, bis die Masse eine rotgoldene Farbe annimmt. Das dauert etwa 5 Minuten Zum Eintopf geben. Ebenso die Rote Bete, Möhren und Zwiebeln. Jetzt Petersilie und Dill fein hacken, dazugeben und mit Salz, Pfeffer und 2 TL Zucker abschmecken. Mit saurer Sahne, frischem feingehackten Knoblauch und Zwiebeln servieren. Übrigens: Rote Bete, welche kleingeschnitten gekocht wird, verliert schnell ihre leuchtend rote Farbe. Etwas Essig im Kochwasser stabilisiert die Farbe.

Rote Bete Carpaccio

Zutaten für 2 Personen:

– 1-2 Rote Bete
– 1 EL Walnüsse (gehackt)
– etwas Gorgonzola

Für die Sauce benötigst du:

– 1-2 EL Weißweinessig
– 1/2 TL Senf
– Pfeffer
– Salz
– Muskat
– Koriander
– Chili
– 3 EL gutes Olivenöl

Rote Bete waschen, schälen (dazu Einmalhandschuhe anziehen) und in möglichst sehr dünne Scheiben schneiden. Auf zwei Tellern anrichten. Weißweinessig, Senf und Gewürze mit Hilfe eines Schneebesens in einer kleinen Schüssel verrühren, gutes Olivenöl dazu geben und nochmal durchrühren. Über das Rote Bete Carpaccio träufeln. Jetzt die kleingehackten Walnüsse und den Gorgonzola (zerbröselt) darüber geben und servieren. Wer möchte, kann die Walnüsse auch vorab karamellisieren. Gib dafür etwas Zucker in eine heißen Pfanne, die gehackten Walnüsse dazu und vorsichtig unterrühren. Gut aufpassen, dass nichts anbrennt.

Labskaus mit Rote Bete

Labskaus mit Rote Bete

Zutaten für 4 Personen:

– 750g gepökeltes Rindfleisch (z.B. Brust oder Keule)
– 1 kleine Sellerieknolle
– 1 Karotte
– 1 kleine Petersilienwurzel
– 1 kg Kartoffeln
– 2 Zwiebeln
– 50g Butter
– 4 Matjesfilets
– 4 Gewürzgurken
– 1 Lorbeerblatt
– 1 TL weiße Pfefferkörner
– 1 Nelke
– 1 Bund Lauch
– 400g vorgekochte Rote Bete

Das Rindfleisch mit reichlich Wasser in einen Topf geben, die Gewürze hinzufügen und nach dem Aufkochen 1 Stunde bei mittlerer Hitze köcheln lassen. Den sich anfangs bildenden Schaum mit Hilfe einer Schöpfkelle entfernen. Nach ca. 1 Stunde das geschälte, gewaschene und klein geschnittene Gemüse dazugeben. Die Kartoffeln schälen und in einem extra Topf recht weich kochen. Die Zwiebeln schälen, würfeln und in Butter dünsten. Fleisch und Gemüse aus der Brühe nehmen.

Das Fleisch klein schneiden – jetzt mit den Kartoffeln, den Zwiebeln, dem Matjes, zwei Gewürzgurken und der Roten Bete nacheinander durch einen Fleischwolf (mittlere Scheibe) drehen. Fleischbrühe dazugeben, dass ein weicher Brei entsteht. Mit Salz und Pfeffer abschmecken – nochmals aufwärmen. Die Eier in Butter braten. Den Labskaus auf den 4 Tellern verteilen, darauf je ein Ei geben und mit den restlichen Gurken garniert servieren – fertig.

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Lies auch meinen Artikel „Rosenkohl richtig zubereiten – vitaminreich und gesund durch den Winter“ darin erfährst du, wie du Rosenkohl am besten zubereitest.

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