Nudeln selbst gemacht – so gelingt’s

Jetzt mal ehrlich, gekaufte Pasta ist doch langweilig. Pasta selber machen, das geht ganz einfach. Gesiebtes Mehl in Form eines Vulkankraters aufbereiten, Eier, Olivenöl und Salz in die Mitte geben.

Nun die Eier vorsichtig von innen nach außen im Mehl unterarbeiten – aber nur solange, bis eine Homogene Masse ensteht. Knetest du zu lange, dann lösen sich die Eiweißketten, welche im Teig für Binung sorgen, wieder auf. Schlage den Teig nun in ein nasses, kaltes Tuch ein und lege ihn für ca. 1 Stunde zum ruhen beiseite.

Nach der Ruhezeit den Teigball auf eine bemehlte Arbeitsfläche geben und mit der flachen Hand etwas breit drücken. Anschließend mit einem Nudelholz immer von der Mitte nach außen flach, ca. 1 mm – 2 mm ausrollen. Du kannst dazu natürlich auch eine klassische Nudelmaschine Nudelmaschine benutzen. Wer keine Lust zum kneten hat, kann sich auch einen Pastamaker Pastamaker zulegen.

Nun kannst du den Teig aufrollen (siehe ab Arbeitsschritt 4) und als „Räder“ aufschneiden. Die Räder aufrollen und etwas bemehlen. Jetzt brinst du einen großen Topf mit reichlich Salzwasser zum kochen und garst die Nudeln darin ca. 1 bis 2 Minuten. Du kannst jetzt, wie in Italien, die Nudeln, ein paar Salbeiblätter, etwas Butter und Kirschtomaten hinzugeben und in einer Pfanne mit einem kräftigen Schuß guten Olivenöl kurz anbraten – lecker! Bei uns in Westsachsen essen wir gern auch mal ein gebratens Täubchen dazu.

Pasta für 3-4 Personen:
500 g Mehl (Am besten eignet sich Hartweizenmehl Typ 00 oder Typ 550. Du kannst aber auch Hartweizengrieß und Weizenmehl Typ 405 oder Typ 550 in einem Verhältnis von 1:1 mischen.)
1 Eßlöffel gutes Olivenöl
4-5 (je nach größe) Eier von glücklichen Hühnern
1 kräftige Priese Salz

Weniger? Nimm je 100 g Mehl ein Ei.

Arbeitsschritt 1

Arbeitsschritt 2

Arbeitsschritt 3

Arbeitsschritt 4

Arbeitsschritt 5

Arbeitsschritt 6

Vorschlag: gebratene Taube an selbstgemachten Nudeln

Vorschlag: Entenklein an selbstgemachten Nudeln

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